| Newsletter Februar 2006 | ||
| Editorial | ||
| Liebe Leserin, lieber Leser, vor recht genau zwei Jahren habe ich an derselben Stelle geschrieben, dass die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2004 vorsichtig optimistisch sind und dass ein mässiger Aufschwung zu erwarten ist. Das hat sich in den letzten beiden Jahren allerdings anders als erwartet entwickelt: Während in der Schweiz die Pharmaindustrie nahezu boomt, verspürt man in den beiden anderen deutschsprachigen Ländern deutlich weniger davon.
Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich und sind auch vielfach diskutiert und beschrieben worden. Eine Lösung für diese doch sehr gedämpfte wirtschaftliche Situation konnte, wenn sie vielleicht auch in Ansätzen gefunden wurde, bislang nicht erfolgreich umgesetzt werden. Der Pharma-Mittelstand hat noch immer nicht die grossen finanziellen Einschnitte überwunden, die ihm durch die Gesundheitsreform verpasst wurden. Gesucht sind neue Möglichkeiten der Verbesserungen; eine davon ist natürlich immer noch die Verlagerung von Produktionsstandorten in "Billiglohn-Länder", bevorzugt in den Fernen Osten. Daneben sind durch die Osterweiterung ebenso "Billiglohn-Länder" in die Europäische Union gekommen. Von dieser Entwicklung ist auch die Chemgineering Gruppe nicht ganz verschont geblieben. Jedoch haben wir auf der einen Seite den grossen Vorteil, dass wir durch den Standort bei Basel am Boom der Schweizer Pharmaindustrie partizipieren. So konnten wir als Gruppe, gemessen an der Gesamtsituation in den deutschsprachigen Ländern, beachtliche Ergebnisse erzielen. Wir behaupten uns damit nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern schaffen darüber hinaus wichtige Referenzen und bauen weiteres wertvolles Know-how auf. Auf der anderen Seite macht uns die Kooperation mit Uhde fit für das internationale Geschäft. Mit unserem Partner sind wir weltweit bestens aufgestellt und können unseren Kunden nahezu an jedem Standort ein verlässlicher und kompetenter Partner sein. Die ersten erfolgreichen Projekte zeigen, dass sich die strategische Partnerschaft mit Uhde als richtig herausgestellt hat und dass Chemgineering so voller Optimismus in das zweite Jahrzehnt ihres Bestehens gehen kann. Ich möchte auf diesem Wege allen unseren Kunden, die uns in den vergangenen zehn Jahren das Vertrauen geschenkt haben, sehr herzlich danken und Ihnen gleichzeitig versichern, dass wir weiterhin alle Anstrengungen unternehmen werden, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2006.
Ihr Dr. Armin Mayer
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| Unsere Themen im Februar | ||
| Anlagenplanung Neue Engineeringlösungen bei Heraeus
Design Challenge:
Consulting "Adaptive Supply Chain" in der Produktionslogistik
Qualifizierung
Veranstaltungen und Messen
In eigener Sache
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| Consulting in Belarus Uhde plus Chemgineering als Berater für weissrussisches Unternehmen der Veterinärmedizin aktiv |
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| Auf der PharmTech in Moskau haben wir Ende November 2005 den ersten Kontakt zur Biofabrik Vitebsk knüpfen können. Das Unternehmen ist nach seinem Standort im Nordosten von Minsk benannt. Noch vor Weihnachten erhielt Uhde plus Chemgineering den Auftrag für eine Expertise zum Vorprojekt. Vitebsk Bio (VB) stellt Seren und Impfstoffe für die Veterinärmedizin her, speziell für Rinder und Schweine. Derzeit produziert VB in meist alten zweigeschossigen Gebäuden. Auf dem Gelände befinden sich auch einige Stallungen, in denen vor allem Rinder zur Blutentnahme für die Serumherstellung gehalten werden, ausserdem diverse Lagerhäuser, Verwaltungsgebäude und eine Energiezentrale.
Eine lange Projekthistorie Nachdem in den achtziger Jahren der Rohbau stand, stellte man gravierende Mängel im Anlagendesign fest. Insbesondere die im zentralen Bereich angeordnete Lüftung, die eine gemeinsame Ver- und Entsorgung aller Stockwerke vorsah, verschlang wertvollen Raum im zentralen Bereich jeder Etage und war auch mit dem Produktionsprogramm nicht stimmig. So wurde der weitere Ausbau der Anlage vorerst gestoppt. 1999-2001 folgten weitere Planungen, im Erdgeschoss wurden Installationen für die Serumproduktion aus Rinderblut angebracht, jedoch nie in Betrieb genommen.
Nach einem erneuten Bau- und Investitionsstopp erarbeitete man im Herbst 2005 ein neues Konzept für die Nutzung und den Ausbau des "Neubaues". Eine osteuropäische Engineeringfirma wurde damit beauftragt, innerhalb von 4 bis 6 Wochen ein Bauprojekt zu entwerfen, das in diesem "Neubau" ein Produktionsspektrum von rund 80 unterschiedlichen Substanzen vorsah. Bei den Produkten handelt es sich im Seren aus Blut, Vakzinen gegen mikrobielle und virale Antigene, hergestellt in Bakterienkulturen, Gewebekulturen oder befruchteten Hühnereiern (Embryonen) - alles für den veterinärmedizinischen Markt. Dabei sollen die geltenden EU-GMP-Richtlinien umgesetzt werden.
Schwierige Aufgabenstellung Dazu waren Gespräche mit den Verantwortlichen und eine Besichtigung vor Ort erforderlich. Im Rahmen dieser Expertise sollten, mit entsprechenden weiterführenden Informationen, mögliche konzeptionelle Alternativen aufgezeigt werden.
Lösungsansätze und Empfehlungen Zusätzlich zu den Lösungsansätzen und Empfehlungen erhielt Vitebsk Bio von Uhde plus Chemgineering ein überarbeitetes Konzept in grafischer Form. Viele pharmazeutische Unternehmen aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion wollen und werden ihre Produktion erweitern und dabei die geltenden europäischen cGMP Richtlinien umsetzen. Uhde plus Chemgineering ist hier der Partner, der die nötige Fach- und Sprachkompetenz mitbringt, um diese Unternehmen kompetent beraten zu können.
Wolfgang Tietz
Dr. Wolfgang Minas
Viktor Bilenkyi
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| Neue Engineeringlösungen für die standortübergreifende Anlagenplanung API-Produktion bei Heraeus fordert Sicherheitsstufe S1 |
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| Die W.C. Heraeus GmbH in Hanau (Deutschland) plant eine neue Produktionsanlage zur Herstellung einer pharmazeutisch aktiven Wirksubstanz. Diese Substanz wird durch Fermentation von gentechnisch veränderten Bakterien und eine chemische Aufarbeitung gewonnen. Die Fermentation unterliegt den Anforderungen der gentechnischen Sicherheitsstufe S1. Die Produktionsanlage sowie die für den Herstellprozess erforderliche Infrastruktur sollen in einem vorhandenen Gebäude untergebracht werden. In einer ersten Planungsphase erstellte ein externer Dienstleister das Basic Engineering. Chemgineering erhielt dieses Basic Engineering als Grundlage für die weiteren Planungs- und Realisierungsschritte.
Die Vorbereitungen und Durchführungen der erforderlichen Design-, Installation- und Operation-Qualifikation werden nach einem abgestimmten Programm gemeinsam mit Heraeus durchgeführt. Als zusätzliche Leistung erhält der Kunde das bestehende Gebäude und dessen Infrastrukturen im 3D-Modell Intergraph PDS abgebildet.
Aktueller Stand des Projektes Gleichzeitig begann die Überprüfung der gemäss Basic-Design vorgegebenen Rohrklassen zu den Anforderungen aus der Verfahrenstechnik. Dabei war zu berücksichtigen, dass Heraeus aus Kostengründen angeregt hatte, die bereits im Gebäude verwendeten Materialien für die Ver- und Entsorgungsleitungen so nah wie möglich an die Produktionsräume zu verlegen, bevor auf die hochwertigen Edelstähle gewechselt wird. Aufgrund zu erwartender langer Lieferzeiten haben wir sofort mit der detaillierten Spezifizierung der Hauptapparate begonnen. Die Erstellung der neuen Rohrklassen ist mittlerweile abgeschlossen, die insgesamt 17 neuen Rohrklassen stehen zur Verfügung. Derzeit befasst sich Chemgineering mit der weiteren Detailplanung der Anlage in 3D-PDS für die eigentliche Produktionsanlage und für die Ver- und Entsorgungsleitungen. Parallel werden die Erstellung der Spezifikationen und die Vorbereitung der Beschaffung der einzelnen Apparate, Aggregate, Rohrleitungen etc. fortgesetzt. Neue Engineeringlösungen genutzt Chemgineering hat sich entschlossen, für dieses Projekt einige logistische und softwaretechnische Neuerungen undLösungen einzusetzen: für die zentrale Projektdatenverwaltung das Software-modul CITRIX, eine weitere Software für die aktuellen Daten zur Verfahrenstech-nik, 3D-Konstruktion und E/MSR-Technik sowie ein Programm zum Erstellen ein-zelner R&I-Schemata.
Einsatz von CITRIX
Einsatz von SmartPlant Markup
Einsatz von SmartPlant PID
Resümee Unsere neuen Engineeringlösungen haben sich bewährt und werden in der täglichen Projektarbeit intensiv genutzt. Schon jetzt sind wir von den Vorteilen dieser neuen Instrumente überzeugt, da sie einen standortübergreifenden Erfahrungs- und Wissensaustausch bieten - einfach, sicher und vor allem effizient.
Michael Geissler
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| Client Review: Alles ok? Denn wir wollen wissen, wie gut wir Ihre Erwartungen erfüllen |
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| Es ist eine etablierte Einrichtung, unsere Kunden jährlich nach ihrer Zufriedenheit mit unseren Leistungen zu befragen. Natürlich gilt die allgemeine Regel, dass jeder fragen darf, der die Antwort nicht scheut. Im Allgemeinen wird seitens unserer Kunden verstanden, dass wir Feedback wollen, dass dies Teil unseres Qualitätssystems ist. Wir mussten aber auch schon hören, dass dafür keine Zeit zur Verfügung stünde und - welch ein Irrtum! - damit kein Euro zusätzlich verdient werden könne.
Standardisierte Auswertung, qualifizierendes Gespräch
Ergebnisse auf hohem Niveau
Mehr erwarten ist erlaubt Schon bald beginnt die Umfrage zum Jahr 2005. Sollten Sie, ohne dass wir auf Sie zukämen, ein Client Review wünschen, bitten wir Sie, sich direkt an uns zu wenden. Qualität ist unser Ziel! Dazu wünschen wir Ihre Rückmeldung. Vielen Dank für Ihre Kooperation.
Dr. Wolfgang Müller
Dr. Herbert Matthys
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| "Adaptive Supply Chain" in der Produktionslogistik Anpassungsfähigkeit in den Primärprozessen gewinnen |
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| Überraschende wirtschaftliche Änderungen national wie international sind nichts Neues, dramatische Umbrüche in Unternehmen ereignen sich in regelmässigen Abständen und Firmenleitungen haben inzwischen gelernt, mit ihnen umzugehen. Die Kurzlebigkeit von Strukturen ist eine neue Tatsache in der modernen Wirtschaft und letztlich ein Ergebnis von Unstabilität in internationalen Beziehungen, Aktienmärkten und zunehmender Globalisierung. Der Schlüssel des Überlebens liegt demnach in der Fähigkeit eines Unternehmens, sich die Änderungen selbst zum Ziel zu machen, permanent zu Anpas-sungen bereit zu sein und umzusetzen. Die einzige Chance dazu bietet eine gute Kenntnis der eigenen Leistungserstellungskette ("Supply Chain"): nur wenn die eigenen Unternehmensprozesse im Detail bekannt sind und in ihrer gegen-seitigen Abhängigkeit verstanden werden, kann man sie auch optimieren.
Steuerungshilfe für kurzfristige Entscheidungen Wie kommt man nun zu praktischen Ergebnissen, wenn man es sich zum Ziel gesetzt hat, Transparenz über die tatsächlichen Abläufe und ihre Abhängigkeiten in der kompletten Leistungserstellungskette zu erreichen und damit Ansatzpunkte zur weiteren Senkung der gesamten Durchlaufzeit zu finden? Es liegt nahe, diese Aufgabe durch ein Projekt in Angriff zu nehmen, das sich bis zur Implementierung gefundener Lösungen in 3 Phasen darstellen lässt (Abbildung oben).
Transparenz vom Einkauf bis zum Versand
Die Aufgabenstellungen im Detail
1. Bereitstellungsrisiko (Wartezeiten durch fehlende Synchronisation, mangelnde Zuverlässigkeit der Prozesse) Verbesserungen in den oben genannten Faktoren führen insgesamt zu einer Verkürzung der Durchlaufzeit und damit zu einer höheren Flexibilität und kleineren Beständen. Das wiederum wirkt sich günstig auf die Höhe der operativen Kosten wie auch der Kapitalkosten und das Risiko aus. Im hier zitierten Projektbeispiel konnten bisher Einsparpotenziale identifiziert werden, die am Ende 5 % der aktuellen operativen jährlichen Kosten ausmachen. Ein lohnendes Projekt, da für die Umsetzung der Massnahmen relativ geringe Investitionen ausreichen, die sich schon nach spätestens 2 Jahren amortisiert haben werden.
Rechtzeitig agieren und reagieren
Dr. Hans-Günter Scheurell
Dr. Gerhard Bauer
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| Qualifizierung aseptischer Fertigungslinien Schlanke Qualifizierung als Grundlage der Optimierung von Kosten, Ressourcen und Durchlaufzeiten |
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| Chemgineering zählt seit vielen Jahren zu den führenden Anbietern von Qualifizierungsdienstleistungen. Für die Projekte unserer Kunden finden wir wirtschaftliche Lösungen, die bei aller Effizienz die gebotene Behördenkonformität wahren.
Gefragtes Know-how bei Sterilproduktion Auch für die Qualifizierung der Produktionsanlagen eines Grossprojektes für ein namhaftes pharmazeutisches Unternehmen konnte Chemgineering das Mandat gewinnen.
Fit für die internationalen Zulassungsbehörden
. Ansatz- und Herstellbehälter Die Art und Weise der Qualifizierung orientiert sich an den behördlichen Vorgaben und basiert auf dem im Unternehmen etablierten Vorgehen. Chemgineering erstellt die erforderlichen systembezogenen GMP-Risikoanalysen, die Qualifizierungspläne für
. Design Qualification und führt die Qualifizierungstests unter Mitwirkung des Produktionspersonals durch.
Der ordnungsgemässe Verlauf der Qualifizierungen der einzelnen Systeme wird inentsprechenden Abschlussberichten dokumentiert.
Last not least: Validierte Kommunikationssysteme
Unser Projektteam ist seit Beginn des Qualifizierungsprojektes im Februar 2005 vor Ort tätig, was einen hocheffizienten Projektverlauf ermöglicht. Die enge, konstruktive Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen erweist sich ebenfalls als essenzieller Erfolgsfaktor. Der Abschluss der Qualifizierungsarbeiten ist für Mitte 2006 geplant.
Andreas Baumgardt
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| Aussergewöhnliche Herangehensweise an ein biotechnologisches Projekt seltener Dimension | ||
![]() Eine der Hauptaufgaben der Politik für die aktuelle Legislaturperiode ist, nach Ansicht der Deutschen Industrievereiniung Biotechnologie (DIB), die Schaffung von investitions- und innovationsfreundlichen Bedingungen: "Die deutsche Biotechnologie kann aufgrund ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft einen massgeblichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten - wenn dafür die Voraussetzungen in Deutschland stimmen." In aktuellen Publikationen der Regierung findet man zu diesem Thema unter anderem folgendes Statement: "Die Bundesregierung ist fest entschlossen, die Rahmenbedingungen für die Biotechnologie in Europa und in Deutschland weiter zu verbessern. Die Biotechnologie ist gemeinsam mit der Informations- und Kommunikationstechnologie ein ,Schrittmacher der Neuen Technologien'. Im Bereich der Arzneimittelentwicklung und der Medizin ist die Biotechnologie heute bereits fest etabliert und findet ihre Anerkennung. Die Politik steht zur Biotechnologie und ist bereit, sie in ihrer Konsolidierungsphase zu unterstützen. Denn das Wissen drängt in die Anwendung. ..." Die "Schrittmacher-Funktion" und der "Drang in die Anwendung" spiegeln sich auch in aktuellen Projekten der Chemgineering Gruppe deutlich wieder. Exemplarisch dafür sei ein Grossprojekt eines weltweit führenden Biotechnologieunternehmens aufgeführt. Dieses Unternehmen betrachtet die Biotechnologie als einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor in der Healthcare-Branche. Es sieht ein rasches Wachstum des Biotechnologiemarktes und einen klaren Trend in Richtung Biopharmazeutika. Diesem Trend folgte es mit zahlreichen, nicht gerade kleinen Projekten in der Vergangenheit, sowie mit dem aktuellen Grossprojekt. Der Neubau einer biotechnologischen Produktionsanlage für monoklonale Antikörper zur Behandlung von Krebs, bestehend aus Fermentation und Aufreinigung, erfordert eine Investition von fast 300 Mio Euro. Mit Entstehung dieser Produktionsanlage werden gleichzeitig auch 150 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Straffer synchroner Zeitplan Damit der "sportliche" Zeitplan auch eingehalten werden kann, wurden Massnahmen ergriffen, die bisher bei diesem Unternehmen in dieser Form nicht Usus waren. Planungen, Bauarbeiten und Qualifizierung erfolgen nicht nacheinander, sondern mehr oder minder zeitgleich. Während der Bau inzwischen schon einige Stockwerke aufweist, werden noch Spezifikationen fertig gestellt, Gewerke vergeben und die Qualifizierungstätigkeiten sind bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt angelaufen.
Detaillierte Strukturen - intensives Controlling Auch die Qualifizierungsarbeiten sind detailliert strukturiert. Dabei sind sechs Teams, bestehend aus externen Mitarbeitern im Einsatz, die die Qualifizierungsunterlagen für die Bereiche Prozessnebenanlagen, Prozessanlagen sowie Datenverarbeitung vorbereiten. Neben der Erstellung der Qualifizierungsunterlagen wurde Chemgineering auch mit der Projektkoordination der sechs Teams und diversen Controllingtätigkeiten beauftragt. Ein regelmässiges Reporting ist bei dieser Art der Projektdurchführung essenziell. Ungewöhnlich aber effizient ist auch die Strukturierung der Qualifizierungsarbeiten. Im Rahmen dieses Projektes ist das Generieren der Qualifizierungs-Dokumentation und ein abschliessendes Konsolidieren der Dokumente seitens des externen Qualifizierers erforderlich. Unterstützend wirken dabei die Erfahrungswerte und Synergieeffekte, die in den vorangehenden Projekten gewonnen wurden. Überwiegend separate Inbetriebnahme- bzw. Qualifizierungsteams des Unternehmens führen die eigentlichen Qualifizierungstätigkeiten vor Ort durch. Voraussetzung für diese Art und Weise der Durchführung der Qualifizierung ist eine enge und stetige Kommunikation und Synchronisation zwischen den externen und internen Qualifizierungs-Mitarbeitern und den einzelnen Teams. Bisher hat sich diese Strukturierung und Zusammenarbeit bewährt. Die Zeichen dafür, dass der vorgegebene Zeitplan eingehalten wird und die Produktion und Lieferung der Antikörper fristgerecht erfolgen kann, stehen gut. Nun bleibt zu hoffen, dass der "Schrittmacher" Biotechnologie weiterhin gute Erfolge verzeichnet, dass das "in Anwendung drängende Wissen" Unterstützung bei den dementsprechenden Förderern findet und auch andere Unternehmen dem geschilderten Beispiel Folge leisten.
Dr. Anke Timm
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| Design Challenge in Osteuropa: Entwurf einer produkt- und prozessflexiblen Biotech-Anlage | ||
| Die Aufgabenstellung unseres Biotech-Kunden hatte ihren ganz besonderen Reiz: Es galt, in Osteuropa eine Multipurpose-Produktionsanlage mit maximaler Flexibilität für aktuelle, aber auch zukünftige Produkte und für kommende, innovative Prozesse zu konzipieren. Die Anforderungen an das Designteam waren dabei sehr hoch, denn in diesem Fall steht "Multipurpose" sowohl für a) Mehrproduktanlage als auch für b) sehr flexible Verwendung. Dass wir von Chemgineering das Vertrauen und den Auftrag für dieses aussergewöhnlich anspruchsvolle Vorhaben erhielten, lag nicht zuletzt an unserer Erfahrung gerade auch mit hochdiffizilen Projekten. Um dem Anspruch gerecht zu werden, auch künftig zu erwartende Prozesse kurzfristig in die Biotech-Anlage integrieren zu können, waren folgende zentrale Kriterien zu berücksichtigen:
. Schrittweiser Ausbau, nach Produkt oder Prozessstufe Die kurze Installationszeit ist dabei für den Betreiber von elementarer Bedeutung, da sie direkt die "Time-To-Market"-Gesamtlaufzeit beeinflusst. Das schnelle Installieren kann sich in diesem Fall auf jeden einzelnen Prozess oder auch auf komplexe Produktionsabhängigkeiten beziehen. Zunächst ging es darum, für das Planungsteam die Basis für die weiterführende Konzeptplanung zu schaffen und in der 'Programming' Session die Art und Komplexität möglicher Prozesse und weitergehende spezifische Kundenanforderungen zu erfassen und abzustimmen. Denn: Planung beginnt mit dem Prozess! Der methodischen Vorgehensweise bei Chemgineering folgend resultierten daraus die Prozessauslegung, -dimensionierung und Apparateauswahl. Aus dem Platzbedarf der einzelnen Equipment-Module und aus den Stellflächen können Raum-Funktionsschemata abgeleitet werden. Die verfahrenstechnischen Abläufe und geforderten Produktionskapazitäten ziehen bestimmte Anforderungen an die Ver- und Entsorgungssysteme sowie Logistik und Lagerung nach sich. Bei der Analyse der Material- und der Personalflüsse konnten wir sowohl Wege optimieren als auch potenzielle Kontaminationsquellen vermeiden. Diese komplexen Planungszusammenhänge haben unsere Fachleute gesamtheitlich betrachtet und in ein optimiertes Anlagenkonzept umgesetzt. Selbstverständlich wurden dabei die besonderen regulatorischen Anforderungen der EU Richtlinien (z. B. Annex 1: Manufacturing of sterile medical Products) und der FDA-Richtlinien berücksichtigt. Neben dem Schutz des Produktes vor Kontaminationen haben ebenfalls Anforderungen aus dem Ex-Schutz das Anlagenlayout massgeblich beeinflusst. Ziel ist es letztlich, einen GMP-gerechten Betrieb zu ermöglichen, der internationalen Audits standhält und die Produkt- und Anlagensicherheit für Menschen und Umwelt garantiert. Die Layoutentwicklung nahmen wir in iterativen Schritten vor, wobei weitere spezifische Anforderungen wie Klassifizierung der Produktionsräume (Reinraumklassen), Ex-Zonen und Lagerkapazitäten eingearbeitet wurden. Zum Standard gehörten auch hier Engineering-Gesichtspunkte wie z. B. das Anlegen von Funktionsbeziehungen der Produktions- und Nebenräume, die Zugänge zu den einzelnen Bereichen (Schleusenanordnung), Reduzieren der Verkehrsflächen, Trennung von Reinraum und Technikbereich bis hin zum Erreichen von kreuzungsfreiem Personal- und Materialfluss.
Unser Layout berücksichtigt alle definierten Erfordernisse und zeigt anschaulich die gewünschte schrittweise Ausbaufähigkeit und die Erweiterbarkeit der Gesamtanlage. Diese Zielsetzung spiegelt sich sehr augenfällig in der bedarfsgerechten Konzipierung der Reinstmedienversorgung, wie sie für solche Anlagentypen üblich sind. Ausbaustufen und Erweiterungsfähigkeit sind in der Auslegung von Erzeugern, der Lagerung und auch der Verteilung abzuschätzen und im Layout zu verwirklichen. Moderne Wirkstoffproduktionsanlagen der biopharmazeutischen Industrie erzielen ihre Effizienz nicht zuletzt durch eine beachtliche Flexibilität, wie Chemgineering sie für dieses Projekt konzipiert hat. Die neue Mehrproduktanlage wird dabei den hohen gegenwärtigen Anforderungen an die dynamische Entwicklung von Produktionsstrategien gerecht. Die Beantwortung derart komplexer Aufgabenstellungen gehört zum Kerngeschäft von Chemgineering. Mit der Übergabe einer massgeschneiderten Layoutlösung an den Kunden, zusammen mit dem Ausbauterminplan und einer Kostenschätzung, konnten wir auch diese ausserordentliche Design Challenge erfolgreich zum Abschluss bringen.
Wolfgang Schilling
Dr. Carsten Hempel
Dr. Walter Küng
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| Chemgineering auf der ACHEMA in Frankfurt | ||
| Chemgineering wird sich auch 2006 wieder auf der ACHEMA in Frankfurt am Main präsentieren. Unser Stand steht vom 15. - 19. Mai in Halle 9 unter dem Motto "Genau hinschauen. Mehr entdecken" und befindet sich direkt neben dem Stand unseres strategischen Partners, der Uhde GmbH. Wir stellen unser gesamtes Dienstleistungsspektrum aus Consulting, Engineering und, gemeinsam mit Uhde, dem Anlagenbau für die Pharmaindustrie und verwandte Branchen vor.
Consulting
Engineering Im Rahmen der ACHEMA hält der Leiter des Standortes Hamburg Herr Dr. Jan Carsten Hempel am 19. Mai einen Vortrag zum Thema "Einsatz von computergestützten Simulationstools in der Anlagen- und Prozessoptimierung." Der Schwerpunkt des Vortrags wird dabei auf der Betrachtung biopharmazeutischer Produktionsanlagen liegen, die auf Grund der hohen Komplexität besondere Ansprüche an das Anlagenlayout stellen. Der konsequente und frühzeitige Einsatz der Prozess- und Anlagensimulation führt zu einer hohen Planungssicherheit und senkt die Produktionskosten. Schauen Sie genau hin und entdecken Sie bei uns das Richtige für Ihr Unternehmen: In Halle 9.1, Stand K37 - K40.
Markus Meier
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| Neue Adresse im Nachbarort Chemgineering Schweiz zieht nach Pratteln/Basel |
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| Wachstum hat Folgen: Die Kleider werden zu eng oder zu kurz. So ging es auch Chemgineering in Muttenz, wo schon seit geraumer Zeit der Platz sehr knapp war. Mehr Raum gab das Gebäude nicht mehr her. Darum sind wir am 1. Februar 2006 in die Nachbargemeinde Pratteln umgezogen. Im Schindler-Areal belegen wir nun das ganze ehemalige Verwaltungsgebäude der Bombardier und Teile des angrenzenden Neubaus. Die neue Adresse lautet: Chemgineering AG
Güterstrasse 107
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| Pharmasymposium 15. und 16. März | ||
| Mit Anlagenbesichtigung: Parenteral Unit der Sanofi-Aventis in Frankfurt am Main Chemgineering lud bereits 2005 zu einem Pharmasymposium unter dem Motto »Aufbruch 2010: Prozesse optimieren - Kosten reduzieren« ein. Aufgrund der grossen Resonanz bieten wir dieses Symposium jetzt nochmals an; eingeladen sind Fachleute aus Pharma- und Chemieunternehmen, Ingenieurbüros sowie Softwareentwicklung. Unsere Referenten berichten von Erfahrungen in allen Kernbereichen der (bio-) pharmazeutischen Industrie und zeigen bezahlbare Wege der Organisations- und Prozessoptimierung auf. Termin: 15. und 16. März 2006, Ort: Tagungshotel Mercure, Dreieich/Frankfurt.
Das Programm finden Sie auf unserer Homepage: www.chemgineering.com
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