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Kluge Käufer nutzen Technical Due Diligence
Ein Fallbeispiel der Business Designer
   
 

Technologisches Know-how ist im Life Science-Umfeld ein wettbewerbsentscheidender Aktivposten. Immer mehr Unternehmen kaufen gezielt andere Marktteilnehmer und deren Patente, um ihre Geschäftsfelder zu erweitern und somit ihre Marktchancen zu erhöhen.

Im Zuge der weltweiten Expansion war ein bedeutender ausländischer Pharmahersteller auf der Suche nach Eintrittsmöglichkeiten in den europäischen Markt. Als Übernahmekandidat wurde ein deutscher Mittelständler mit etwa 200 Mitarbeitern, einer Produktionsanlage, einem veralteten Produktportfolio sowie einigen Exportaktivitäten innerhalb Europas identifiziert.

In einer Ausschreibung prüfte der Pharmahersteller verschiedene Beratungshäuser hinsichtlich ihrer Due-Diligence-Expertise. Anhand der Verfügbarkeit und des bewiesenen Sachverstands im je-weiligen Themenfeld entschied sich das Unternehmen für einen Partner je Due-Diligence-Feld (Financial, Legal, Market, Strategy und Technical Due Diligence). »The Business Designers« von Chemgineering konnten hierbei neben Erfahrungen in der Business Due Diligence speziell mit ihrem Know-how und einschlägigen Referenzprojekten in der Technical Due Diligence punkten. Daher erhielten sie den Auftrag für die Prüfung der technischen Vermögenswerte.

Im Rahmen der Business Due Diligence bringt die Technical Due Diligence essenzielle Einblicke in die technischen VermögenswerteIm Rahmen der Business Due Diligence bringt die Technical Due Diligence essenzielle Einblicke in die technischen Vermögenswerte

Den Überblick verschaffen
Technical Due Diligence beinhaltet die Überprüfung und Bewertung des technischen Zustandes von Anlagen und Gebäuden, insbesondere hinsichtlich ihrer Instandhaltung, Instandsetzung und des Modernisierungspotenzials. Hierbei sollen technische oder Compliance-Risiken hinsichtlich Umwelt-, Sicherheits- und insbesondere der GMP-Richtlinien aufgedeckt werden. Sehr häufig sind die Anlagen oder Laboratorien veraltet, Computer-Systeme überholt oder die Prozesse suboptimal.

Folgende Ergebnisse der Technical Due Diligence schaffen den Mehrwert für den Käufer:

•  Bewertung von Technologien und »Fixed Assets« durch unabhängige Experten
•  Valide Schätzungen über sofort erforderlichen Investitionsbedarf
•  Aussagen über zusätzliche oder geänderte Nutzungsmöglichkeiten
•  Belastbare Aussagen über Auslastungsgrad und Herstellkostenpotenziale
•  Einschätzungen über Organisation, Prozesse, Management und Mitarbeiter
•  Mittel- und langfristige Kostenszenarien

Diese Ergebnisse bilden für den Käufer sowohl eine wesentliche Verhandlungsgrundlage zur realistischen Preisfindung als auch eine strategisch wichtige Entscheidungsgrundlage für Kauf und die mögliche Weiterentwicklung des erworbenen Unternehmens.

Im konkreten Fall lief die Technical Due Diligence in fünf Phasen ab.

1. Datenbeschaffung und -analyse
Anhand von Checklisten wurden umfangreiche Daten angefordert, die in einem »Data Room« zur Verfügung standen. Vertrauliche Dokumente von Skizzen des Produktionseingangs, Lieferantenlisten, Patentscheinen, Qualitätszeugnissen bis hin zum Produktionsprogramm des letzten Jahres wurden in kurzer Zeit ausgewertet. Auf Grundlage der Datenanalyse konnten Schwächen in der GMP-Dokumentation, ein geringer Auslastungsgrad sowie eine wenig rationelle Produktionsplanung aufgedeckt werden.

2. Betriebsbegehung und Interviews
Anhand der definierten Problemfelder folgte die gezielte Besichtigung der Produktionsanlage. Vor Ort wurden diese Punkte überprüft und ungeklärte Fragen in strukturierten Interviews beantwortet. Beispielsweise konnten bei einer Lagerinspektion die tagesaktuellen Bestände mit einkalkuliert und mit der vorliegenden Dokumentation abgeglichen werden.

3. Feedbackrunde mit allen Beteiligten
Die Auswertung musste innerhalb einer Woche vor Ort erfolgen. Für die Feed-backrunde mit allen Beteiligten wurden die Daten übersichtlich in eine Präsentation gebracht. Im Rahmen einer SWOT-Analyse wurden die entscheidenden Erfolgskriterien sowie Felder für Verbesserungen erarbeitet und Trends aufgezeigt.

4. Verfeinerung der Analyse
Die Analyse ergab, dass der grösste Wert des Kaufobjekts auf betrieblicher Ebene angesiedelt war (Vertriebsnetz, Produktpositionierung). Szenarien über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren machten auch zusätzlich anfallende Kosten in den Bereichen Logistik und Produktion sichtbar.

5. Umfassender Report
Die Ergebnisse der Technical Due Diligence wurden abschliessend umfassend und detailliert dokumentiert.

Worauf es ankommt
Die Chemgineering Business Designer sind Ihre optimalen Partner für Business und Technical Due Diligence. Für die speziellen Anforderungen sind sie mit durchschnittlich zwölf Jahren Berufserfahrung in Produktionsbetrieben oder Entwicklungslabors bestens gerüstet. Ein weiteres überzeugendes Kriterium ist ihre Teamflexibilität. Je nach Kundenanforderung kann Chemgineering innerhalb kurzer Zeit ein Team von Spezialisten in der Compliance von Produktions-, IT-, Labor- oder Qualitätssystemen länderübergreifend zusammenstellen. Dass von Fall zu Fall – beispielweise bei der Due Diligence spezieller Technologien wie hochwirksamer Arzneimittel – Ingenieurkollegen aus der Gruppe der Technology Designer hinzugezogen werden, bringt Ihnen zusätzlichen Mehrwert für Ihre Kaufentscheidungen.

Dr. Gerhard Bauer-Lewerenz
Michael Bodenteich

   

 
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