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Compliance-Audit? Machen wir das Beste daraus!
Medizinprodukte-Industrie muss verstärkt mit FDA-Inspektionen rechnen
   
 

Die Zahl der FDA-Inspektionen steigt: Häufigkeit und Umfang der von der amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) durchgeführten Audits bei Medizinprodukteherstellern in Europa haben in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen. Dies schlägt sich auch in der vermehrten Erteilung von so genannten »Warning Letters« nieder.

Europäische Produktionseinheiten, deren Produkte mittels 510(k)-Verfahren am amerikanischen Markt zugelassen sind, unterliegen der Aufsicht durch die Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten. Sie wurden aber bisher oft jahrelang nicht inspiziert, obwohl dies eigentlich regelmässig alle zwei Jahre vorgeschrieben ist. So kommen die entsprechenden Ankündigungen jetzt häufig überraschend und stossen auf unvorbereitete und daher potenziell angreifbare Organisationen.

Chemgineering hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Unternehmen bei der Vorbereitung und Durchführung von FDA-Inspektionen unterstützt. So wurde jüngst auch der neueste Kunde bei dieser Prüfung begleitet, ein weltweit tätiges Unternehmen, das unter anderem Medizinprodukte der US Class II herstellt.

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Compliance Quick Check zur Vorbereitung
Als bei dem Kunden überraschend ein FDA-Audit angekündigt wird, entscheiden sich Management und verantwortliche Leitung der Quality Assurance (QA) dafür,  Chemgineering-Berater mit ihrer umfassenden Erfahrung in der Begleitung von FDA-Inspektionen in vergleichbaren Sektoren hinzuzuziehen.

Da die regelmässigen Audits der Benannten Stelle (»Notified Body«) bis dato kaum besorgniserregende Abweichungen feststellen konnten, wird zunächst ein so
genannter »Compliance Quick Check« durchgeführt. Dieser ist mit einem fokussierten »Mock Audit« vergleichbar, der das Unternehmen auf die Vorgehensweise der FDA-Inspektoren vorbereitet und inhaltliche Schwachpunkte aufdeckt.

Innerhalb von einer Woche liegt das Ergebnis des Compliance Quick Checks nach einer zweitägigen Vor-Ort-Inspektion durch unsere Berater und einer Berichtsphase vor. An einigen Stellen werden zusätzlich Einzelanalysen durchgeführt, die zuvor in Abstimmung mit dem Kunden zurückgestellt worden waren.

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Die Chemgineering-Erfolgsfaktoren

• Klares Management-Commitment
• Modularer Aufbau mit Erfassung der Lücken (»Quick Check«)
• Prozessorientierung statt reiner Symptombehandlung
• Berücksichtigung der Zulassungsdokumentation
• Integrierte Inspektionsbegleitung

 

Im Vorfeld der Inspektion: Aufdeckung von Optimierungspotenzialen
Das Feedback der zuständigen QA zeigt, dass einige potenzielle Schwachpunkte intern bereits als solche vermutet worden waren, in dieser Deutlichkeit bisher jedoch nicht zutage getreten waren. Zusätzlich können, insbesondere im komplexen und schwer zu beherrschenden Produktentwicklungsprozess, erhebliche Optimierungspotenziale aufgedeckt werden.

Generelle Massnahmen wie die Bereinigung gewachsener Lagerstrukturen oder das Eliminieren von Schwächen der baulichen Infrastruktur werden anhand einer Fotodokumentation über Abweichungen vorbereitet und vom Kunden im Vorfeld der Inspektion durchgeführt.

Nachdem die aus dem Quick Check resultierenden Optimierungen abgeschlossen sind, wird Chemgineering auch mit den weiteren Aktivitäten zur Inspektionsvorbereitung beauftragt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die klare Führung des Projektes durch die zuständige QA-Funktion des Kunden, sodass Entscheidungen bezüglich der Aufgabenverteilungen eindeutig und rasch gefällt werden können. Dies ist insbesondere angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit von nur etwa drei Monaten unerlässlich.

Prozesse optimiert und Zulassungsunterlagen verifiziert
Auch bei der Überarbeitung unklarer und teilweise nicht gelebter ISO-Prozeduren und deren Adaption auf FDA-Anforderungen unterstützt Chemgineering die Vorbereitung. Hierfür werden Techniken der Geschäftsprozessanalyse und des Geschäftsprozessmanagements eingesetzt, mit deren Hilfe Abläufe dergestalt optimiert werden, dass sie den Regularien entsprechen; gleichzeitig werden Kosten eingespart. Die überarbeiteten Prozesse werden noch vor der Inspektion durch das Management implementiert.
 
Chemgineering-Berater begleiten ebenfalls die Einführung eines inspektionssicheren und risikobasierten Verfahrens, um den – vom Kunden bereits im Vorfeld begonnenen – Abgleich der 510(k)-Unterlagen mit dem Ist-Zustand zu  ermöglichen. Zusätzlich werden Design History Files (DHFs) und Device Master Records (DMRs) auf Konsistenz überprüft und, wenn notwendig und möglich, Korrekturmassnahmen eingeleitet.

Inspektionsbegleitung im Front- und Backoffice
Nach Abschluss der Vorbereitungen wird Chemgineering auch mit der Begleitung der eigentlichen Inspektion betraut. Diese erfolgt mithilfe eines erprobten Systems aus kombinierter Frontoffice- und Backoffice-Begleitung: Ein Berater fungiert vor der FDA als so genannter »Expert Translator« direkt an der Seite der auditierten Personen, ein zweiter überprüft im Backoffice die von der FDA verlangten Dokumente, dokumentiert und antizipiert eventuelle Risiken im Inspektionsvorgang.

Die Aufgabe des Expert Translators besteht vor allem darin, als aussenstehende und in FDA-Inspektionen erfahrene Person die Übersicht über die Richtung der Inspektion zu behalten, mögliche Widersprüche abzufangen und Missverständnisse zu verhindern. Eine vorher vereinbarte klare Regelung ermöglicht im Anlassfall eine rechtzeitige Kommunikation mit dem Backoffice.

Ein tägliches internes Schlussmeeting resümiert die Ergebnisse des jeweiligen Tages und legt gegebenenfalls noch zu ergreifende Massnahmen fest.

Inspektion verkürzt und bestanden
Die Inspektion wird nicht nur erfolgreich bestanden – sie wird seitens der FDA
sogar wegen des besonders guten Eindrucks abgekürzt! Ein schöner Verdienst dank klarer Verteilung der Verantwortungsbereiche, guter Projektführung
sowie enormer Einsatzbereitschaft und Leistung des Teams auf Kundenseite. Und selbstverständlich auch dank der  Erfahrung unserer Berater und unserer bewährten Methoden.

 

Dr. Michael Bodenteich
Michael Bodenteich

Dr. Gerhard Bauer
Michael Bodenteich

   

 
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