| Newsletter 02-07 Inhaltsübersicht | |
| Down Stream Processing? Herausforderungen der biopharmazeutischen und biotechnologischen Produktion Vorgehensweisen zur effizienten Gewinnung von Peptiden und Proteinen |
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Folge 5 Proteine und Peptide sind Eiweisse, die klassisch aus tierischem oder pflanzlichem Gewebe extrahiert oder fermentativ hergestellt werden. Als Beispiel sei an dieser Stelle Insulin genannt, das seit 1923 und bis 1982 von Eli Lilly und Novo Nordisk kommerziell aus Rinder- oder Schweinebauchspeicheldrüsen gewonnen wurde. Höhere Lebensqualität für Diabetiker
Unten: Das Bakterium Escherichia Coli wird zur industriellen Biosynthese von Insulin eingesetzt. Anspruchsvoller Aufreinigungsprozess Die Ziele einer Aufreinigung sind immer: Ist das Zielprotein frei im Überstand einer Extraktion oder einer Fermentation verfügbar, so kann auf verschiedene etablierte Filtrations- und Zentrifugationstechniken zur Abtrennung der Biomasse zurückgegriffen werden. Für grössere Zellen (Pilzmyzel, marzerierte Gewebe) sind Filtrationen geeignet, für die Abtrennung kleinerer Zellen (Bakterien oder Hefen) sind selbstaustragende Zentrifugen/Separatoren oder Sedikanter geeigneter. Ist das Produkt in den Zellen eingeschlossen, so muss eine Extraktion (Lösungsmittel, Detergenzien) oder ein Zellaufschluss (mechanisch oder mittels Tensiden) der Biomasseabtrennung vorgeschaltet werden. Schritt für Schritt zum konzentrierten Zielprodukt Um ein Protein aus einer wässrigen Phase zu isolieren, bieten sich verschiedene chromatographische Verfahren an, bei denen das Produkt selektiv und reversi-bel an eine Matrix (Resin) gebunden wird. Im Idealfall würden Verunreinigungen nicht binden, in der Praxis werden diese teilweise binden. Durch entsprechende Waschschritte, bei denen das Zielprotein an der Matrix gebunden bleibt, können schwächer gebundene Verunreinigungen von der Matrix gewaschen werden. In der anschliessenden Elution wird dann das Zielprotein von stärker gebunden Begleitstoffen getrennt eluiert. Da das Volumen, in dem das Zielprotein eluiert wird, wesentlich kleiner ist als das Ausgangsvolumen, wird das Produkt zusätzlich konzentriert. Verfahren bei monoklonalen Antikörpern Teuer sind die Resins für die Affinitätschromatographien. Diese werden spezifisch für einen Prozess entwickelt und hergestellt und zeichnen sich durch eine ausgewählte hohe und exklusive Produktbindung aus. Dabei können Konzentrationsfaktoren von über 1000 erreicht werden. Diese Form der Chromatographie wird als erster Schritt in der Aufreinigung von monoklonalen Antikörpern eingesetzt.
Ausschnitt des Bedienungsfeldes eines Gaschromatografen, dieser bestimmt unerwünschte Fremdstoffe während der Arzneimittelherstellung. Tiefkühllagerung der Bulkware Ausserdem wird zum weiteren Aufkonzentrieren des Produktes die Ultrafiltration eingesetzt. Im letzten Schritt einer Proteinaufreinigung steht in der Regel eine Gelfiltrationschromatographie, in der das Zielprotein aufgrund seiner Grösse von letzten Verunreinigungen getrennt wird. Diese Chromatographie ist allerdings technisch bedingt langsam und limitiert in dem Probenvolumen, das verarbeitet werden kann. Schliesslich wird ein so aufgereinigtes Protein als Bulkware in der Regel bis zu der weiteren Verarbeitung tiefgefroren gelagert. Lösungsbeispiele für einen effizienten Aufarbeitungsprozess
Dr. Wolfgang Minas |
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