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| Unvermeidliche Schnittstellenproblematik? Klare Kompetenzen, strukturiertes Vorgehen und gute Partnerschaft als Schlüssel zum Erfolg |
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Gerade während der Projektabwicklung im Anlagengeschäft erlebe ich oft eine Zunahme von diffusen »Unzufriedenheiten«, die immer auch Produktivitätsverluste nach sich ziehen. Die benannten Schwachpunkte werden oft undifferenziert als Schnittstellenproblematik bezeichnet. Womit zwar das Gefühl der Unzufriedenheit mit einem allseits bekannten Begriff erklärt ist, der allerdings nicht auf die Ursachen verweist. Unsere langjährige Praxis zeigt, dass diese häufig in idealisierenden Annahmen der Planungsaufgaben in der frühen Projektphase liegen.
Die Erfahrung mit dem Ist-Zustand Vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass Streichungen zu erwarten sind, ist man dennoch beseelt von dem Wunsch, die optimale Anlage zu realisieren. Folglich versucht man zu beweisen, dass die Rentabilität die Vorgaben der Firmenleitung zur Genehmigung derartiger Investitionen sogar übertrifft. Man geht kurzerhand von idealisierten Voraussetzungen aus, die dann oft zum Auslöser für die Schnittstellenproblematik werden:
Oft habe ich als Externer festgestellt, dass schon beim Projektstart die Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter nicht exakt definiert und schriftlich fixiert sind. Werden in diesem Zeitraum dann bereits einige der kritischen Themen erkannt, aber aus Scheu, unausgesprochenen Tatsachen oder diffusem Unbehagen nicht offengelegt, gewinnt die Kettenreaktion der Schnittstellenproblematik an Fahrt. Spätestens bei der Projektrealisierung holt die Wirklichkeit die Idealvorstellungen unerbittlich ein. Die zuvor verdeckten oder unentdeckt gebliebenen Fehleinschätzungen liegen jetzt blank:
Für viele praxiserprobte Projektleiter gehört die Bewältigung von kumulierten Unstimmigkeiten zum Alltag. Ein Grossteil des Aufwands ist jedoch vermeidbar, Die Vorstellung vom Soll-Zustand Dies bedeutet für den Auftraggeber, dass es nur einen Vertragspartner und Ansprechpartner gibt. Auf seiner Seite entfallen damit die aufwändigen Arbeiten zur Schnittstellenkoordination und Projektbetreuung. Somit bleiben seinen Fachspezialisten die Spielräume erhalten, die sie zur Bewältigung ihrer primären Aufgaben in ihrem Fachbereich benötigen. Selbstverständlich liegen die Kosten für die Koordinationsleistungen des Generalplaners auf den ersten Blick über der Summe der Kosten von Einzelgewerken. Im letzteren Fall führt jedoch die grosse Zahl an Schnittstellen in der Regel zu einem hohen Bedarf an Abstimmungen und Klärungen, die oft nur mit einem erheblichen Reiseaufwand stattfinden können. Besonders in der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit ihrem spürbaren Mangel an qualifizierten Fachkräften und Ingenieuren erscheint es mir jedoch dringend notwendig, so wenige Schnittstellen wie notwendig zu kreieren.
Wer von Anfang an genau hinschaut, erkennt die latente Problematik in vermeintlichen Kostenvorteilen Gutes Augenmass Unabdingbare für eine erfolgreiche Projektabwicklung ist sicherlich, dass ein Horst Strnad |
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