Newsletter 02-08 Inhaltsübersicht
   
Andere Länder, andere Wege – ein Ziel
Wie Projekte in Südosteuropa gelingen
   
 

Südosteuropa – über Jahrzehnte vom westlichen Geschäftstreiben weitgehend ausgeschlossen – wächst ins europäische Wirtschaftsystem hinein und wird zunehmend als Zukunftsmarkt gesehen. Insbesondere die pharmazeutische Industrie folgt diesem Trend, und wir folgen ihr.

Das war nicht immer so: Als Chemgineering in Wien vor sieben Jahren das erste Projekt in Skopje, Makedonien, gewann, war dies eher ein Produkt des Zufalls. Nie- mand konnte sich damals vorstellen, dass sich Südosteuropa als entscheidender Wachstumsmarkt für die Chemgineering Gruppe entpuppen würde. Vorerst boten wir Validierungsleistungen an, konnten aber schnell als Generalunternehmer überzeugen. Nach einer Projektlaufzeit von zehn Monaten feierten wir den erfolgreichen Abschluss unseres ersten grösseren Auslandsprojektes.

Die Altstadt von Skopje, Makedonien. Standort des ersten osteuropäischen Projektes.

 

Kleiner Projektknigge
Aus diesem Einsatz haben wir in vielfacher Hinsicht wertvolle Erfahrungen für die Projektarbeit vor Ort gewonnen:

Anderer Weg, gleiches Ziel: Projekte werden mit anderen Prioritäten abgewickelt, als wir sie kennen: eine umfassende Planung hat nicht den hohen Stellenwert wie bei uns. Im Ergebnis kommen wir allerdings wieder zusammen: Anlage oder Systeme müssen den nationalen und internationalen Standards entsprechen.

Lokale Subunternehmer brauchen sehr viel Betreuung: Die Erwartungen an ausländische Firmen, ob Planer oder Generalunternehmer, sind äusserst hoch. Umfassende Kompetenz und die Übernahme von sehr viel Verantwortung muss vom Projektmanager kommen.

Behörden kooperieren in Landessprache: Im Umgang mit Behörden ist zwar eine persönliche Teilnahme des ausländischen Contractors – auch aus Aspekten der Höflichkeit – sehr vorteilhaft. Das Sprechen und Verhandeln überliessen wir aber den einheimischen Vertretern auf Kunden- und Partnerseite.

Praktisches Know-how kommt gut an: Das Fachwissen der Kunden und Partnerfirmen ist im Detail sehr gut. Unterstützung ist jedoch für die Umsetzung des Wissens in die Praxis gefordert, beispielsweise bei einer Produktionsanlage oder der Ausführung einer Validierung. Eine zielgerichtete und gut organisierte Projektabwicklung ist nicht die Stärke der Unternehmen in dieser Region.

Starke Partner gefragt: Dank der tatkräftigen Unterstützung eines lokalen Partners konnte sich Chemgineering diese und andere Erfahrungen ohne die »Zahlung von Lehrgeld« aneignen. In einer grossen Zahl von weiteren Projekten in der gesamten Region arbeiten wir bis heute erfolgreich zusammen.

Noch ein weiter Weg zu cGMP
Die steigende Präsenz internationaler Pharma-Unternehmen wie Glaxo Smith Kline, Novartis, Sandoz oder Actavis in Südosteuropa zeigt, dass sich hier eine Alternative zu Asien entwickeln kann. Die lokale Pharmaindustrie hat aber noch enormen Nachholbedarf in Sachen cGMP. Chemgineering hat bereits ein Netzwerk vor Ort und engagiert sich verstärkt in der Region Südosteuropa. Traditionell hat der Standort Wien die besten Verbindungen hierher und bildet auch künftig die Schnittstelle unserer Aktivitäten in diesem Wirtschaftsraum.

 

Dr. Armin Mayer
Armin Mayer

   

 
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