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| Im Reich der Mittel Kontrolle ist beim Audit chinesischer Wirkstoffbetriebe genauso wichtig wie Vertrauen |
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Die Auswahl an Arzneimittelherstellern in China ist gross. Über 3.000 Firmen stellen pharmazeutische Wirkstoffe, Zwischenprodukte (Intermediates) oder Pflanzenextrakte her. Rund 1.000 davon sind hinsichtlich ihres GMP-Systems von der SFDA* zertifiziert. Manche haben bereits erfolgreiche FDA- und EU-Inspektionen vorzuweisen. Der Konkurrenzdruck im eigenen Land ist hoch, und das Bemühen und die Bereitschaft internationale GMP-Anforderungen (wie die ICH Q7) zu erfüllen sind spürbar. Um jedoch herauszufinden, ob ein Hersteller den Anforderungen wirklich gerecht wird, ist ein On-Site-Audit unerlässlich. In der Regel finden sich gut aufgestellte Qualitätsmanagementsysteme. Einige Dokumente wie Anweisungen zu Change Control oder Product Quality Reviews liegen bereits in englischer Sprache vor, um Audits durch europäische oder amerikanische Behörden oder Kunden zu erleichtern. Genauer hinschauen Bei der Identifizierung und Überwachung kritischer Prozessparameter beschränkt man sich gern auf die Parameter Zeit, Temperatur und pH-Wert. Alle drei sind leicht zu überwachen. Aber selbst hier kann es nicht schaden, bei der Ortsbesichtigung zu prüfen, wie denn beispielsweise die Zeit gemessen wird. Nicht in jedem Workshop gibt es eine Uhr. Häufig fehlt im Zusammenhang mit den kritischen Prozessparametern auch eine Beschreibung der Konsequenzen bei einer Abweichung: Was passiert mit dem Produkt, wenn der pH-Wert ausserhalb der spezifizierten Grenzen liegt? Vertrauen schaffen Lars Jung
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