 |
Newsletter November 2005 |
| |
|
|
Editorial |
| |
|
| |
Liebe Leserin, lieber Leser,
Menschen führen ist eine Herausforderung! Menschen zusammenführen ist allerdings eine noch viel grössere Herausforderung, Kulturen zusammenführen das visionäre Ziel.
In der zehnjährigen Geschichte von Chemgineering haben wir diese Herausforderungen immer wieder angenommen. Es begann bereits damit, dass Chemgineering zum 1.1.1996 als Joint Venture aus einem von Bertrams aufgebauten Team in Muttenz und den Fluor Daniel-erfahrenen PharmBio-Spezialisten in Wiesbaden gebildet wurde. In der Folge haben (männliche und weibliche) Qualifizierungscracks, Prozessingenieure, CSV-Berater, Logistiker, CAD-Koryphäen, Software-Ingenieure, Instandhaltungsspezialisten, Steriltechniker und Pharmaberater aus mehreren Nationen den Erfolg von Chemgineering mitgestaltet und mitgetragen - bei Kunden der Pharmaindustrie, der biotechnologischen und chemischen Synthese von API sowie aus verwandten Industrien. Dabei standen all die Jahre Leistung und Qualität im Vordergrund.
Der Grossteil unserer Firmengeschichte wurde im deutschsprachigen Europa geschrieben. Hier werden die meisten Projekte typischerweise im Aufwand abgerechnet oder allenfalls als Engineering zum Festpreis mit Einkaufs- und Bau-Überwachungsunterstützung gefordert. In der Zusammenarbeit mit Uhde steht nun die geografische Expansion im Vordergrund. Plötzlich sind andere Vertragsformen gefragt, die auch ein anderes Zusammenspiel mit dem Kunden in der Angebotslegung und der Vertragserfüllung erfordern. Da erfassen wir die Realität hinter der Vision des Zusammenführens verschiedener Kulturen, weil Kunden ungewohnte Inputs von uns erwarten und völlig andere Erfahrungen und Voraussetzungen an den Verhandlungstisch bringen.
Dieser Umstellung auf neue Rahmenbedingungen begegnen wir mit der gleichen Frische und dem Enthusiasmus aus dem Jahre 1996: Noch immer ist da unsere Lust auf Zukunft, noch immer sind wir lokal und denken global, und stets streben wir nach Lösungen, die auch morgen noch Bestand haben.
Aus Anlass des bevorstehenden zehnjährigen Jubiläums von Chemgineering danke ich Ihnen, unseren Kunden und Geschäftsfreunden, im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ihre Treue und hoffe, dass Sie uns und wir Sie bei der Erkundung neuer geografischer und kultureller Räume begleiten werden.
Ihr
Dr. Herbert Matthys

|
| |
|
|
Unsere Themen im November |
| |
Consulting
Pharmaunternehmen setzt auf prozessorientiertes CRM-Musterlastenheft
Medizintechnik
Trends im Risikomanagement für die Hersteller von Medizinprodukten
Anlagenplanung
Handling von hochaktiven Wirkstoffen in einer Pharma-Endstufenanlage
Die Pharmaproduktion zieht um? Kein Problem.
Uhde plus Chemgineering konzipiert EU-konforme Anlage für die Ukraine
Biotechnologie
Perspektiven in der industriellen Biotechnologie
Veranstaltungen und Termine
Jetzt schon vormerken: Pharmasymposium 15./16.3.2006
|
| |
|
|
Pharmaunternehmen setzt auf prozessorientiertes CRM-Musterlastenheft |
| |
|
| |
Unternehmen, die erfolgreich sein wollen, müssen ihre Kunden sehr gut kennen. Sie passen laufend ihr Produktportfolio und auch die Vertriebswege an ihre Kunden an. Ihre Marketingkampagnen sind auf die Kundensegmente abgestimmt, ihre Marketingerfolge direkt messbar. Um das zu erreichen, benötigen diese Unternehmen eine Vielzahl an Daten, die, richtig kombiniert, bei der Planung und Durchführung aller Vertriebstätigkeiten äusserst nützlich sind.
Schlechte Erfahrungen mit CRM gemacht?
Nun haben mittelständische Unternehmen bereits viele Projekte mit Standardsystemen für ihr Customer Relationship Management (CRM) durchgeführt - und sind letztendlich gescheitert. Wer genau hinschaut, erkennt das Muster der Ursachen dafür: ungenügende Analysen der tatsächlich notwendigen Abläufe, eine zu technische Sicht, ein nicht pharmataugliches System und ein viel zu hoher Pflegeaufwand.
Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches CRM-Einführungsprojekt liegen nicht allein in ausgefeilter IT-Technologie. Es geht im Wesentlichen um das ausgewogene Zusammenspiel zwischen der Kenntnis der Sollprozesse, einem akzeptablen Pflegeaufwand, kompetenten Mitarbeitern und natürlich auch der adäquaten Systemfunktionalität.
Exemplarische Analyse durchgeführt
Die Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG entschied sich für unsere Kompetenz in der Erstellung prozessorientierter Lastenhefte. Wichtig war dem Unternehmen auch die Möglichkeit, seine Ausschreibung auf Basis eines allgemein gültigen Musterlastenhefts zu erstellen und die Inhalte mit anderen Pharmaunternehmen abzustimmen. Ein Versuch, über den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) weitere Pharmaunternehmen zu integrieren bzw. zu beteiligen, blieb leider erfolglos. Dennoch führten Mitarbeiter der Engelhard Arzneimittel in enger Zusammenarbeit mit Chemgineering eine umfangreiche Prozessanalyse aller relevanten Vertriebsabläufe eines mittelständischen Pharmaunternehmens exemplarisch durch.

Ablaufschema für eine Reklamationsbearbeitung
Leicht verständliche Ergebnisse vorgelegt
Die eigentliche Herausforderung beim Erstellen des prozessorientierten Lastenhefts lag hier in der Zusammenführung der bislang meist getrennt betrachteten Abläufe in den einzelnen Unternehmensbereichen: Vertrieb, Aussendienst, Kundenservice, Reklamation, Vertriebscontrolling, Zulassung und Medizinisch-Wissenschaftliche Dokumentation, Marketing, Grosshandelsservice inklusive aller Ausführenden und Leitungsfunktionen. Das Projektteam erarbeitete die Inhalte der Prozessabläufe, Chemgineering entwickelte die grafischen Prozessmodelle toolgestützt in Abstimmung mit Engelhard Arzneimittel. Unsere Methode erzeugt schlanke und transparente Modelle. Alle Resultate waren durch die einfache Darstellung von den Projektbeteiligten leicht nachzuvollziehen, die Review-Ergebnisse konnten auch direkt umgesetzt werden. Dabei gestaltete das Projektteam dreissig Prozesse, inklusive der dazugehörenden Prozessmodelle.
Aussendienst mit intelligent vernetzten Daten unterstützt
Die Prozessbeschreibung enthält die Aktivitäten, die mit den Zielsystemen und den Verantwortlichkeiten verknüpft sind. Für jede einzelne Aktivität definierte das Projektteam die dazugehörigen Anforderungen. So zeigte sich die starke Vernetzung, bestehend aus dem ERP-System und den notwendigen Komponenten eines CRM-Systems, beispielsweise dem Reporting-, Steuerungs- und Erfassungswerkzeug für den Aussendienst.
Bei der Durchführung der Prozessanalyse lag der Fokus auch auf den spezifischen Besonderheiten der Pharmabranche. Hierbei dokumentierte das Team ausführlich die Werbemittelverwaltung, die Ärztemusterverwaltung gemäss Abgabeordnung und die GMP-gerechte Lagerverwaltung für Aussendienstmitarbeiter.
Da die Aussendienststeuerung nur ein Teil eines CRM-Systems darstellt, wurden auch umfangreiche Prozess- und Anforderungsanalysen im Bereich Marketing/ Forschung, mit Schwerpunkt auf der Kundensicht, der Betreuung und dem ver- triebsorientierten Controlling, durchgeführt und erarbeitet.
Musterlastenheft steht für andere Pharmaunternehmen bereit
Unsere Projektarbeit mündete schliesslich in ein einhundert Seiten starkes Anforderungsdokument. Dieses Musterlastenheft steht nun als Basis für die Anforderungsanalyse für andere Pharmaunternehmen bereit. Bei Engelhard Arzneimittel wird dieses Lastenheft als Grundlage für die Ausschreibung genutzt. Die hier angewandte Methode der Erstellung eines prozessorientierten Lastenhefts minimierte den Aufwand für die interne und externe Diskussion und Abstimmung auf wenige Tage. Das Besondere dieser Methode sind die laufende Fokussierung auf den Prozess und die damit zusammenhängenden Anforderungen. Die Zeit für Diskussionen wurde nicht für die Beschreibung von Programmfunktionen verbraucht, deren Wert eher untergeordnet ist.
Matthias Wiedekind,
Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG
m.wiedekind@engelhard-am.de
Elmar Harringer

|
| |
|
|
Risikomanagement im internationalen Medizinprodukte-Recht Marktteilnehmer stehen vor hohen Anforderungen an das Qualitätsmanagement |
| |
|
| |
Der Markt für Medizintechnik ist sehr inhomogen - aber auch sehr wachstums-intensiv. Als Querschnittsbranche umfasst sie verschiedenste Wissensgebiete mit über zehntausend unterschiedlichen Produktfamilien und fast einer halben Million Artikel. Auf über 170 Mrd. US-Dollar mit 6% Wachstum schätzt man den Weltmarkt für Medizinprodukte. Davon entfallen 82 Mrd. US-Dollar auf die USA, 46Mrd. US-Dollar auf Europa, ca. 3,7 Mrd. US- Dollar auf die Schweiz. 2 Mrd. US-Dollar werden aus der Schweiz exportiert, 1,3Mrd. US-Dollar dagegen importiert.
Die Vielfältigkeit der Disziplinen und ein lebhafter Export stellen hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement der Marktteilnehmer. Denn auch im behördlichen Bereich ist vieles in Bewegung, beim internationalen Angleichen der Vorschriften sowie ihrer konsequenteren Durchsetzung.

Als Bestandteil behördlicher Anforderungen
ist das Risikomanagement international genormt. Es ist in die Medizinprodukteverordnung (MepV, SR 812.213) integriert und indirekt erwähnt durch die zu erfüllenden Richtlinien der EU, zum Beispiel:
. RL 93/42/EWG über Medizinprodukte: " Beseitigung oder Minimierung der Risiken (Integration des Sicherheitskonzeptes in die Entwicklung und den Bau des Produktes)"
. Die Art des Risikomanagements ist bei Medizinprodukten jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn im Text der ISO 13485:2003 auf die harmonisierte Norm ISO 14971 hingewiesen wird
. Bei Verwendung eines anderen Risikomanagement-Systems muss der Hersteller den Gleichwertigkeitsnachweis erbringen
. Verlangt wird ein konsequentes Risikomanagement über den gesamten Life Cycle eines Produktes
. Dafür ist es notwendig, die kompletten Geschäftsprozesse zur Risikoein-schätzung, -bewertung und Überwachung der Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen einzuführen
Für den wichtigen Exportmarkt USA
gelten umfassende Regelungen, die ein Risikomanagement klar fordern:
. "Quality System Regulation is in Part 820 of Title 21 of Code of Federal Regulations":
. 820.5 and 820.20: establishment of a Quality System that is appropriate for medical devices
. 820.30(g): lists the design control requirements that manufacturers should satisfy to be in compliance - Risk analysis should be addressed in the design plan risk analysis must be completed in design validation
Das Risikomanagement ist ein Werkzeug im QM-System, mit dessen Hilfe vielseitige Aufgaben erfüllt werden können. Doch vor allem dient es der Verminderung der unternehmerischen Risiken wie Haftung, Markt, Umwelt, Technologie, Ressourcen, Währungen, Betriebsunterbrechungen.
Es gilt, die Erfordernisse eines Risikomanagements in die Unternehmensstruktur wirkungsvoll einzubinden, und zwar
. mit anderen technischen Prozessen für die Erfüllung von Anforderungen (Technisches Risikomanagement)
. mit allen anderen unternehmerischen Prozessen (Business Risikomanagement)
. als Schnittstelle/Einbindung zu vorgeschriebenen Regelkreisen wie zum Beispiel die Meldung von Vorfällen (Medical Device Vigilance)
Es gibt normative Anleitungen
für die Integration des Risikomanagements:
. Technisches Risikomanagement ist Bestandteil des Q-Managements nach ISO 13485: Risikomanagement während der gesamten Produktrealisierung sowie der ISO 14969-Leitfaden zu ISO 13485: "Risikomanagement"
. Nutzen der GHTF-SG3 Guidance (Global Harmonisation Task Force - harmonisiert mit den obigen ISO-Normen): "Implementation of risk management principles and activities within a quality management system"
Auch aus dem Banken- und Finanzbereich
wird die Einführung eines Risikomanagements getrieben - wie zum Beispiel in Deutschland. Dort haben die Unternehmen seit 2005 nach dem neuen Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) ein Risikoma- nagementsystem einzuführen und müssen über Chancen und Risiken berichten. Dabei bleibt das Risikomanagement nicht auf Grossbetriebe beschränkt, auch Klein- und Mittelstandsbetriebe sind dazu verpflichtet.
Im Normensektor
gibt es ebenfalls neue Initiativen, wie zum Beispiel den Arbeitskreis 1113 "Risikomanagement", den das ONR (Österreichisches Normungsinstitut) zusammen mit Vertretern aus der Schweiz und Deutschland ins Leben gerufen hat. Mit der Normenreihe ONR 49000 will dieser Arbeitskreis die Grundlagen für ein zertifizierbares Risikomanagement-System für Medizinprodukte schaffen.
Ausblick
Die Aufsicht für Medizinprodukte ist in der EU auf benannte Stellen übertragen, in den USA nicht. Nichtsdestoweniger werden die Anforderungen in der EU und damit auch in der Schweiz steigen, was unter anderem in der internationalen Annäherung der Gesetzgeber begründet ist. Dabei nimmt das Risikomanagement eine Schlüsselrolle ein, seine Einführung ist Pflicht. Es bestehen Bestrebungen, für das Risikomanagement alle Unternehmensprozesse zu betrachten und Zertifizierungen einzuführen.
Dr. Hans-Günter Scheurell

|
| |
|
|
Handling von hochaktiven Wirkstoffen in einer Pharma-Endstufenanlage Kontaminationsschutz für Mensch und Wirkstoff steht im Mittelpunkt |
| |
|
| |
Vor kurzem wurde die "Controlled Environment Processing (CEP) Facility for
Large Volumes" der Chemischen & Analytischen Entwicklung der Novartis Pharma AG in Betrieb genommen. In der neuen Anlage werden Wirkstoffe (APIs) für klinische Prüfungen unter cGMP hergestellt. Die neuartige Anlage wurde mit zwei Hauptzielen konzipiert, welche in den bestehenden Anlagen nicht uneingeschränkt erfüllt werden konnten.
Die Verarbeitung von hochaktiven Wirkstoffen hat in der chemischen Entwicklung an Bedeutung gewonnen. Der Schutz von Mensch und Umwelt bei der Herstellung derartiger Wirkstoffe war im Projekt eine zentrale Anforderung.
Daneben wurden den speziellen cGMP-Anforderungen bei der Herstellung von Wirkstoffendstufen (letzte chemische Stufe vor Mahlung), im Speziellen dem Produktschutz, das heisst dem Schutz des Produktes vor Kontamination durch andere Produkte, durch Personen oder die Umgebung, Rechnung getragen.

Oben links: Eintrag von Feststoffen in Reaktor
Oben rechts: Austrag vom Filtertrockner via Glovebox
Unten links: Austrag von Zentrifuge in Vakuum-Kontakttrockner
Unten rechts: Austrag von Zentrifuge in Fässern
Projektumfang
Die Installation des neuen Mehrzweckbetriebes erfolgte über 3 Stockwerke eines bestehenden Gebäudes und umfasste im Wesentlichen Betriebsräume und Raumelemente (Containments) wie Reaktorkabinen, Aufarbeitungskabinen, Detaillierkabine und Waschkabine. Der Betrieb ist als Betriebseinheit mit beschränktem Zutritt konzipiert, so dass die Stockwerke mit einem Aufzug miteinander erschlossen wurden.
Die Prozesseinheiten wie die Rührbehälter und die Trennapparaturen sind in diesen Containments installiert worden. Zu den Prozesseinheiten gehören verschiedene Reaktoren aus Stahl-Email und Hastelloy sowie Horizontalschälzentrifugen, Einschichtenfilter, Filtertrockner in Hastelloy und Vakuumkontakttrockner in Stahl rostfrei.
Umgebungsschutzkonzept
Die Prozesszonen befinden sich im Zentrum des Gebäudes. Zugänglich sind die Prozesszonen ausschliesslich über separierte Personen- und Materialschleusen. Die Prozesszonen, welche mit minimaler technischer Ausrüstung versehen und daher einfach zu reinigen sind, sind umgeben von Transferzonen (Gänge, Treppenhaus, Lift), Technikzonen und Lüftung. Der Technikteil der Prozessapparaturen wurde so weit wie möglich ausserhalb der Prozesszonen installiert.
Für den ganzen Betrieb wurde ein detailliertes Druckstufenkonzept entwickelt, wobei die Prozesszonen im Unterdruck gegenüber den umgebenden Bereichen betrieben werden. Zusammen mit dem der Anlage zugrunde gelegten Material- und Personenflusskonzept verhindert man ein Verschleppen von problematischen Stoffen in ungeschützte Bereiche.
Die offene Handhabung von kritischen Stoffen ist in den Prozesszonen auf ein absolutes Minimum beschränkt und erfolgt ausschliesslich in kontrollierten Bereichen, zum Beispiel in down flow booth.
Personenschutzkonzept
Um eine Minimierung der offenen Handhabung von kritischen Stoffen erreichen zu können, müssen verschiedene Einheitsoperationen, vor allem das Feststoff-Handling, durch technische Systeme unterstützt werden.
Die Auswahl der technischen Systeme für bestimmte Einheitsoperationen, wie zum Beispiel Reaktor beladen oder Filtertrockner entladen, beruhte auf detaillierten Entscheidungsanalysen, welche unter anderem die Gefährdungsklasse der zu verarbeitenden Stoffe, den Schutz und die Handhabbarkeit verschiedener auf dem Markt verfügbarer Systeme berücksichtigen.
Die Entscheidungsanalyse und die Auswahl der Systeme wurden durch Praxistests in Kombination arbeitshygienischer Messungen mit Modellsubstanzen gestützt. Unter anderem wurden verschiedene Doppelklappensysteme, Alpha/Beta-Ports, einfache GMP-Klappen, Gloveboxen, Transfer via Endlosliner und pneumatische Transfersysteme getestet.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme
Die Konzepte sind in enger Zusammenarbeit zwischen Novartis Pharma AG und Chemgineering entstanden. Die Unterstützung von Chemgineering erstreckte sich auf Detailplanung, Ausführung und Operationelle Qualifizierung.
Jean-Paul Jung

|
| |
|
|
Perspektiven in der Industriellen Biotechnologie Eine Newsletter-Serie aus der biotechnologischen Praxis im Anlagenbau |
| |
|
| |
Folge 4
Unter der Industriellen oder auch Weissen Biotechnologie versteht man die Durchführung von Produktionsverfahren unter Verwendung von Biokatalysatoren im industriellen Massstab. Der Verband der Europäischen Bioindustrie "EuropBio" liefert folgende Definition: "White Biotechnology is the application of nature's toolset to industrial production." An dieser Stelle soll auch auf das Positionspapier der DECHEMA: Weisse Biotechnologie: Chancen für Deutschland (November 2004) verwiesen werden.
Als Biokatalysatoren können ganze Zellen (Pro- und Eukaryonten) oder Enzyme natürlichen oder synthetischen Ursprungs zum Einsatz kommen, die auch wiederum selbst Produkt sein können. Die Verwendung von Biokatalysatoren für biochemische bzw. biologische Umsetzungen hat ihren Ursprung in der Lebensmitteltechnologie und eine weit zurückreichende Tradition.
Ein typischer industrieller Produktionsprozess setzt sich aus einer Vielzahl an Verfahrensschritten zusammen, welche zur Vorbereitung des Bioprozesses, Herstellung/Kultivierung (Upstream) und zur Produktisolierung bzw. Reinigung (Downstream) erforderlich sind.
Aktuelle Beurteilung der Industriellen Biotechnologie
Die Einschätzungen der biotechnologischen Produktionsverfahren werden aufgrund ihres wirtschaftlichen, ökologischen und sicherheitstechnischen Potenzials im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Verfahren als äusserst erfolgversprechend eingeschätzt. Die Beurteilungen basieren auf dem steigenden Bedarf an typischen Produkten der Weissen Biotechnologie und einer verbesserten Wirtschaftlichkeit von robusten Verfahren durch moderne, im Grossmassstab verfügbare Technologien. Für 2010 wird in Fachkreisen erwartet, dass weltweit 10 bis 20% aller chemischen Produkte biotechnologischen Ursprungs sind.
Neben den traditionell etablierten Produkten (Biomasse, Enzyme, Ethanol, Aminosäuren, organische Säuren, Vitamine, Antibiotika etc.) und der zunehmenden Bedeutung an chiralen Verbindungen gewinnt die Bereitstellung an Polymeren biologischen Ursprungs zunehmend an Interesse. Die Bereitstellung von Biopolymeren zur konkurrenzfähigen Substitution von auf Erdöl basierenden Polymeren zeigt einen zunehmenden Trend.
Typische Produkte
Typische existierende bzw. im Aufbau befindliche Schwerpunkte für Polymere bzw. deren Vorstufen sind inzwischen:
. PLA (Polylactid Acid) (NatureWorks® von Cargill Dow LLC)
. PLA (Lacea® von Mitsui)
. PLA Fasern (Lactrone® von Kanebo)
. 1,3- Propandiol (Sorona® von DuPont)
. Isosorbide (Fa. Roquette)
. Hydroxyalkanoate (Nodax® von Procter & Gamble)
|
Wichtige Wirtschaftlichkeitskriterien
Industrielle biotechnologische Verfahrensentwicklungen sind nur interessant und etablierbar, wenn die Wirtschaftlichkeit insgesamt gesehen wird.
Hierfür muss der Bioprozess folgende Voraussetzungen erfüllen:
. Verfügbarkeit von kostengünstigen Kohlenstoffquellen und Wasser
. Abwasserminimierung und umfassendes Entsorgungskonzept
. robuste selektive Hochleistungsstämme mit geringem Infektionspotenzial
. geringer Energiebedarf
. Abfall-/Reststoffvermeidung durch Erzeugung von vermarktbaren Nebenprodukten und Recycling
So ist zum Beispiel die Erschliessung einer neuen alternativen, "kostengünstigen" C-Quelle nur dann wirtschaftlich und durchsetzbar, wenn die Kosten im Bereich des Downstreamprocessing im Hinblick auf die Abwasser- und Abfallsituation mitbetrachtet werden. Gerade in der ganzheitlichen Betrachtung und Analyse biotechnologischer Produktionsverfahren für High-Volume- und Low-Price-Produkte besteht erheblicher Handlungsbedarf. Diese Produkte werden oft im Massstab von 100 m3 und grösser hergestellt.

Steigender Bedarf prognostiziert: Für das Jahr 2010 wird erwartet, dass 10 bis 20% aller chemischen Produkte? biotechnologischen Ursprungs sind
Substitution klassisch chemischer Verfahren/Produkte durch biotechnologische Verfahren/Produkte
Der Begriff Nachhaltigkeit und ökologische und sicherheitstechnische Vorteile sind keine ausschlaggebenden Argumente zur Substitution klassisch chemischer Verfahren und Produkte (bzw. Basischemikalien) in einer ökonomisch geprägten Wirtschaft, in welcher die Märkte global einem zunehmenden Konkurrenzdruck ausgesetzt sind. Wesentliche Entscheidungskriterien sind schlussendlich:
. ökonomische Vorteile
. Produktvorteile und Qualität (Reinheitsanforderungen etc.)
. Zuverlässigkeit und Stabilität des Verfahrens
. die Bereitschaft, in eine etwas andere Technologie einzusteigen
Welche ökonomischen und ökologischen Vorteile ein biotechnologisches gegen-über einem klassischen chemischen Verfahren liefern kann, zeigt das Beispiel der Vitamin-B2-Produktion. Die Zahl der Produktionsschritte von sechs bis acht beim chemischen Verfahren konnte auf einen Schritt beim biotechnologischen Verfahren (fermentativ) reduziert werden. Dies spart ca. 50% der Produktionskosten und die Senkung der Mindestanlagengrösse um das Zehnfache.
Für das von der DSM Nutritional Products (bis 2003 Roche Vitamins) verwendete Produktionsverfahren, an dessen Anlagenplanung und Anlagenausführung Chemgineering massgeblich beteiligt war, konnten die Gesamtabfallmenge (um 30%), die Menge an gefährlichen Abfällen (um 75%), die Luftemissionen, das Versauerungspotenzial (um 50%) sowie der Gesamtenergieverbrauch (um 34%) deutlich gesenkt werden. Näheres hierzu findet sich im o.g. Positionspapier der Dechema und weitere Details in der Studie "Weisse Biotechnik" des Bayerischen Instituts für Angewandte Umweltforschung und -technik.
Beispiel Biopolymere
Das Potenzial von Biopolymeren - sei es direkt als solche mikrobiologisch produziert (z.B. Polyhydroxyalkanoate) oder aus kondensierten biotechnologisch produzierten Bausteinen (z.B. Polylactat) - wurde schon früh erkannt. Es existieren eine Vielzahl geeigneter Produktionsstämme und Verfahrensschritte zur Aufarbeitung und Bereitstellung des Basismaterials im industriellen Massstab. Prominenteste Verbindung ist die bereits 1893 erstmals fermentativ hergestellte (C. Wehmer) Milchsäure, die sowohl als Endprodukt, Basischemikalie als auch im Bereich der Kunststoffproduktion Verwendung findet.
Die Produktvorteile wie die biologische Abbaubarkeit, mechanische Eigenschaften und medizinische Einsatzmöglichkeiten führen aber erst heute in Verbindung mit ökonomischen Kriterien zu einer langsam steigenden Akzeptanz. Erschwerend für Einsteiger ist die Patentsituation, die sowohl Prozessschritte im Rahmen der Produktion als auch bestimmte Anwendungen betrifft.
Schlussfolgerungen
Eine Analyse der Situation im Bereich der Industriellen Biotechnologie zeigt einen eindeutig weltweit wachsenden Trend, sowohl was den Ausbau der Kapazitäten als auch neue Entwicklungen/Anwendungen anbelangt.
Zu wichtigen Problemstellungen im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit besteht jedoch noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf, um die Konkurrenzfähigkeit der Bioprodukte weiter zu steigern.
Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg oder Umstieg sind aber auch detaillierte Standort- bzw. Umfeldanalysen sowie umfassende Gesamtkonzepte, basierend auf detaillierten Bilanzierungen und Modellierungen zur Kostensenkung
Weiterführende Literatur:
. Positionspapier der DECHEMA zur Weissen Biotechnologie (Nov. 2004)
. Studie "Weisse Biotechnik" des Bayerischen Instituts für Angewandte Umweltforschung und -technik im Auftrag des Umweltbundesamtes
. EuropaBio: White Biotechnology Gateway to a More Sustainable Future
. Topic Biotechnologie: Chemgineering-Kompetenz für bioverfahrenstechnische Fragestellungen
|
Dr. Walter Küng

|
| |
|
|
Die Pharmaproduktion zieht um? Kein Problem. Systematisches Umzugsmanagement beherrscht die komplexen Anforderungen
|
| |
|
| |
Ob Umbau, Neubau oder Verlagerung einer pharmazeutischen Produktion - der Umzug der Maschinen, Geräte und Einrichtungen stellt einen sorgfältig zu planenden Projekt-Meilenstein dar. Wer alle Aspekte schon bei der Umzugsplanung berücksichtigt, wird die Produktionsunterbrechung und damit die Gesamtkosten minimieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass mit einem systematischen Umzugsmanagement auch die besonderen Herausforderungen der Standortverlagerung einer Pharmaproduktion sicher in den Griff zu bekommen sind.
Das Mengengerüst wird GMP-gerecht erstellt
Ausgangspunkt der Planung ist ein exaktes Mengengerüst. Hier beschränken wir uns jedoch nicht auf die reine Auflistung vorhandener Umzugsgüter. Eine Beurteilung der Konformität mit aktuellen GMP-Regularien bei relevanten Ausrüstungen ist für uns selbstverständlich Teil einer aktiven Beratung. Das Mengengerüst differenzieren wir in sinnvolle Einheiten, wie z.B. Labor und Produktion, und verknüpfen es mit notwendigen Informationen. Dazu gehören unter anderem Abmessungen, Gewichte und Medienanschlüsse sowie Massnahmen, die vor Beginn des Umzugs getroffen werden müssen.
Die Technischen Massnahmen werden definiert
Sollten an Ausrüstungen technische Eingriffe wie Umbauten, Erweiterungen oder spezielle Wartungen erforderlich sein, so werden diese jetzt definiert. Dazu wird je relevantes Gerät eine spezielle Umzugsplanung mit Terminen, Spezifikation der Massnahme sowie zeitlichen und technischen Abhängigkeiten zu anderen Massnahmen vorgenommen. Dieses Dokument kann später bei relevanten Ausrüstungen als Basis für nachfolgende Qualifizierungsaktivitäten dienen.
Die Einrichtungspläne beider Standorte sind notwendig
Sämtliche Ausrüstungen und Einrichtungen nehmen wir in die Einrichtungspläne des neuen und des alten Standorts auf. Anhand dieser Pläne werden die Reihenfolgen des Ein- und Ausbringens, notwendige bauliche Massnahmen und die Transportwege festgelegt. Dieses Vorgehen hat wesentlichen Einfluss auf den Terminplan. Unter Umständen muss der Umzug in zeitlich versetzten Phasen erfolgen. Aufgrund von möglichen Verschmutzungen bei baulichen Massnahmen - wie zum Beispiel Erstellen eines Wanddurchbruchs als Ausbringöffnung - müssen manche Teile der Ausrüstung vor dieser Baumassnahme, andere aber erst danach umgezogen werden.
Der Terminplan berücksichtigt alle Begleitumstände
Der Terminplan muss alle Aktivitäten, die direkt oder indirekt mit dem Umzug zu tun haben, aufführen. Sollte der Umzug Teil eines Gesamtprojektes sein, wie z.B. der Neubau einer Produktionsstätte, ist eine Integration der Umzugsplanung in das Gesamtprojekt notwendig. Auch müssen alle auf dem Betriebsgelände an dem Umzugstermin anstehenden Aktionen, die sich störend auf den Umzug auswirken können, aufgeführt werden. Wird zum Beispiel eventuell ein Zufahrtsweg zeitweise durch einen Schwerlastverkehr blockiert? Sind Strassenarbeiten geplant?
Die Beteiligten werden informiert
Alle vom Umzug betroffenen Personen und Institutionen müssen über den Hergang und den Termin des Umzugs informiert werden. Intern gilt dies für die Mitarbeiter des umzuziehenden Bereiches, Leitstellen, Pförtner, Sicherheitsbeauftragte u.v.m. Der Betriebsrat muss ebenso mit einbezogen werden wegen der möglichen Verletzung der sonst üblichen Regelarbeitszeit und Leistung von Überstunden durch die Mitarbeiter am Umzugstermin. Aber auch externe Stellen müssen kontaktiert werden. So muss die Feuerwehr über eine eventuelle temporäre Beeinträchtigung der Feuerwehrzufahrt informiert sein.

Die Spedition wird ausgewählt
Jetzt kann die Spedition ausgewählt werden, die den Umzug übernimmt. Dafür erstellen wir eine qualifizierte Ausschreibung. Sie beschreibt das spezielle pharmazeutische Umfeld, beinhaltet das erstellte Mengengerüst mit allen relevanten Informationen und enthält alle sonstigen notwendigen Angaben. Zur Erlangung von aussagefähigen, vergleichbaren Angeboten ist eine Vor-Ort-Begehung mit den Bietern notwendig. Die Auswertung der eingehenden Angebote erfolgt anhand einer vorbereiteten Checkliste, die eine qualifizierte Beurteilung erlaubt.
Besonderes Augenmerk ist auf die Erfahrung der Spedition im pharmazeutischen Umfeld und auf das Vorhandensein spezieller Transportgebinde für sensible Güter wie z.B. Analysegeräte, Waagen, Chemikalien und Glasbehältnisse zu legen. Die ausgewählte Spedition ist qualifizierter Partner im Umzugsteam und wird nun in den Projektablauf eingebunden. Auf Wunsch des Kunden kann der Umzug auch mit einem uns vertrauten Unternehmen durchgeführt werden.
Die Realisierung wird vorbereitet
Die konkreten Vorbereitungen für die Transporte und die Umzugsrealisierung werden jetzt gemeinsam mit dem beauftragten Spediteur getroffen. Dies betrifft z.B. die Einsatzplanung für das interne und externe Personal, den Abschluss von Transportversicherungen und die Festlegung von Art, Anzahl und Grösse des Verpackungsmaterials.
Zum reibungslosen Aus- bzw. Einzug müssen die Gebäude vorbereitet sein.
Etwaige bauliche Massnahmen sind abgeschlossen, Transportwege sind frei- geräumt und gesichert. Böden und Wände sind bei Bedarf geschützt. Ebenso sind Gebäudeteile numerisch oder farblich gekennzeichnet sowie eindeutige Hinweisschilder und Raumnummern angebracht. Dementsprechend erfolgt die Kennzeichnung der Transportgüter mit Etiketten. Die Geräte und Ausrüstungen sind von ihren Versorgungsmedien getrennt, entleert und müssen verpackt und gesichert sein.
Der Umzug findet statt
Es ist so weit. Alle Vorkehrungen sind getroffen, und die beauftragte Spedition übernimmt das Verladen, den Transport und das Aufstellen der Geräte und Einrichtungen am neuen Standort. Chemgineering überwacht und betreut den Umzug bis zur vollständigen Umsetzung. Und darüber hinaus helfen wir bei der Wiederinbetriebnahme und führen auf Wunsch die Qualifizierung der Geräte und Einrichtungen am neuen Standort durch.
Ralf Telljohann
|
| |
|
|
Uhde plus Chemgineering konzipiert EU-konforme Anlage für die Ukraine
|
| |
|
| |
Im Juli 2005 konnte sich Uhde plus Chemgineering im Rahmen ihrer gemeinsamen Aktivitäten in Osteuropa gegen internationale Wettbewerber durchsetzen: Wir erhielten von einem Kunden in der Ukraine den Auftrag, eine Konzeptstudie für eine Anlage zur Herstellung von Salben, Cremes und Suppositorien zu erarbeiten.
Der Kunde: EU-GMP-Konformität muss sein
Unser Auftraggeber gehört mit seinem umfangreichen Sortiment an Medikamenten und Präparaten zu den grössten Pharmaproduzenten der Ukraine. Er beschäftigt sich mit der Produktion, Abfüllung und Verpackung von festen, halbfesten und flüssigen Arzneimitteln. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Analgetika, Antibiotika, onkologische Präparate, Salben und vieles weitere mehr.
In einer vorhandenen Anlage produziert das Unternehmen bereits Salben und Gels. Im Rahmen der Studie sollte das Konzept einer Anlage zur Herstellung von Salben, Cremes und Suppositorien gemäss den aktuellen EU-GMP-Richtlinien entwickelt werden.
Die Voraussetzungen: Räumlich und technisch begrenzt
Für die Errichtung der Anlage sollen in einem vorhandenen Fabrikgebäude leerstehende Flächen in der dritten Etage genutzt werden. In der zweiten Etage, in der schon eine Tablettenlinie installiert ist, steht nur eine kleine Teilfläche zur Verfügung. Der Gebäudegrundriss und die Lage der Aufzüge setzen der Gestaltung der Anlage relativ enge Grenzen, auch die vorhandene Lüftungs- und Klimaanlage ist lediglich für den bereits vorhandenen Betrieb ausgelegt.
Die Produktionsanlage: Vom Rohstoff bis zur Verpackung
Die geplante Anlage umfasst die folgenden Anlagenteile und Bereiche:
. Rohstoffaufbereitung (Zerkleinern, Sieben, Aufschmelzen, Filtrieren, Wiegen)
. Mischen/Homogenisieren
. Abfüllen
. Suppositorienherstellung
. Verpacken
. Technikbereiche
. Sozialräume
Die Konzeptstudie: Mit Workshop im Werk
Grundlage der Erarbeitung der Studie war ein Workshop von drei Tagen im Werk des Kunden in der Ukraine. In diesem Workshop standen das Produktionsprogramm, der erste Entwurf des Layouts und die Wünsche des Kunden im Zentrum unserer Überlegungen. Nach Ablauf der Hälfte der vorgesehenen Bearbeitungszeit stimmten wir in einem zweiten Workshop die Zwischenergebnisse mit dem Kunden ab. Danach konnte die Fertigstellung der Konzeptstudie in Deutschland erfolgen.
Der Benefit: Grundlage zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
Im Rahmen unserer Studie erarbeiteten wir das komplette Anlagenkonzept mit allen bautechnischen und Qualifizierungs-/Validierungsmassnahmen. Zusätzlich erhielt der Kunde eine Ausrüstungsliste mit einer Auswahl an möglichen Lieferanten.
Anlagenkonzept, Investitionskostenschätzung und das Realisierungskonzept stellen die aktuellen internationalen Produktionsstandards unter Beachtung der cGMP-EU-Richtlinien sicher. Damit hat der Kunde einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen lokalen Herstellern, denn künftig ist auch in der Ukraine die Einhaltung der europäischen GMP-Standards erforderlich.
Dr. Joachim Schulze, Uhde GmbH

|
| |
|