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Situation
Seit geraumer Zeit steigen die behördlichen Anforderungen im pharmazeutischen
Zulassungsprozess gerade im Bereich der Validierung der an Produktionsprozessen
beteiligten Computersysteme enorm an. Zudem zwingen die ständig zunehmenden
Aktivitäten des Wettbewerbs alle Pharmaunternehmen, gerade in diesem
Umfeld gleichzuziehen.
Unter Validierung versteht man den dokumentierten Nachweis, dass ein
Computersystem das tut, was es laut Validierungsplan tun sollte.
| Die FDA akzeptiert zwischenzeitlich keine retrospektive Validierung
mehr für in der Einführung befindliche bzw. zur Einführung
vorgesehene Systeme. Die Validierung muss also begleitend zur
Entwicklung durchgeführt werden. |
Wichtige Schritte
Festlegen der Validierungsstrategien
Zunächst ist die Vorgehensweise in einem VMP, einem Validierungs-Master-Plan,
festzulegen. Hierbei ist es unerlässlich, Verantwortlichkeiten, gültige
Richtlinien und durchzuführende Aktivitäten zu benennen. Heute
verbreitete Richtlinien sind:
- GAMP
- NAMUR
- PMA- / PDA-Richtlinien
- MCA-Richtlinien
Die regulatorischen Richtlinien der europäischen Länder und der USA
zeigen, dass einige allgemeine Punkte für die Validierung von Computersystemen
nach den «Good Practices»-Richtlinien (Good Laboratory Practices, Good
Clinical Practices und Good Manufacturing Practices) existieren. Diese
Punkte beinhalten:
- Sicherheit durch Eingabe von Passwörtern
- Festlegen der Anwenderidentität im System
- Einrichten eines Audit Trails
- Manuelle und systematische Überprüfung der Dateneingabe
- Verschiedene Aspekte des Hard- und Software-Lebenszyklus
- Elektronische Unterschriften
Ermittlung der validierungspflichtigen Systeme
Umfassende Risikoanalysen bilden einen der wichtigsten Pfeiler der CSV.
Sie erfassen alle Funktionen, die ein Computersystem ausführt und ein
pharmazeutisches Risiko besitzen. Hierbei gilt das Motto, lieber zuviel
erfassen als zu wenig. Die nachfolgende Klassifizierung in kritische,
weniger kritische und unkritische Funktionen schränkt den Aufwand der
Validierung auf das tatsächlich notwendige Mass ein. Eine saubere Risikoanalyse
weist den Zulassungsbehörden in jedem Fall die Vollständigkeit der
Systembetrachtung nach.
Definition des Software-Development-Life- Cycle-Modells (SDLC)
Softwareentwicklung, Implementierung und Inbetriebsetzung gehorchen einem
SDLC, welcher alle Phasen mit ihren Erstellungs-, Genehmigungs- und Freigabemechanismen
belegt. Ein solches Modell muss als Grundlage für die Validierung als
verbindlich in Kraft gesetzt werden.
Sammlung und Vervollständigung der vorhandenen Systemdokumentation
Für ein EU GMP- und FDA-gerechtes System müssen die folgenden Mindestdokumente
in geprüfter und freigegebener Qualität vorhanden sein:
- Systemspezifikation
- System Design Manual
- Source Code
- Installation Manual
- User Manual
Auf Basis der Risikoanalyse und der Systemdokumente sind die Testspezifikationen
zu erstellen, in dokumentierter Weise abzuwickeln und deren Ergebnisse
in eindeutiger Weise zu erfassen.
Formale Systemfreigabe
Dieser Schritt ermöglicht die Überführung eines Testsystems
in ein Echtsystem sowie dessen Anwendung im täglichen Betrieb. Hiermit
ist auch der Übergang der Verantwortlichkeit zum Betreiber vollständig
vollzogen.
Das Angebot
Das Dienstleistungsspektrum der Chemgineering bietet unterschiedliche
Möglichkeiten zu Ihrer Unterstützung, die wir in der unten aufgeführten
Tabelle näher beschreiben.
| Unser Angebot |
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Der Nutzen |
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Basisaudit
Wir bieten einen praxisgerechten Fragekatalog auf Basis GAMP 4
und 21 CFR Part 11 mit Auswertung und Schwachpunktdarstellung.
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Selbsteinschätzung
Sie lernen Ihr Unternehmen und dessen Zustand quasi aus Sicht der
Behörden kennen und decken selbst Ihre Stärken und Schwächen
auf.
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Managementberatung
Wir bieten Ihnen strategische Beratung zum Aufbau Ihrer Validierungsstrategie,
Ihrer Organisation, zur Abschätzung von Kosten und Terminen.
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Starthilfe
Sie überwinden die anfänglichen Hürden, lernen unsere
Arbeitsweisen kennen und initiieren umgehend die notwendigen Folgetätigkeiten.
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Systemberatung
Aufbau von Validierungsplänen, Dokumentation und Verfahrensweisen.
Wir steuern und unterstützen Ihr Validierungsteam.
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Taktische Unterstützung
Verlagern Sie Managementtätigkeiten und Überzeugungsarbeit
auf unsere Schultern. Wir überwachen Arbeitsfortschritte und
initialisieren ausschließlich notwendige Schritte.
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Praktische Arbeit
Wir setzen Anforderungen um, schreiben Dokumente, implementieren
Arbeitsweisen, prüfen und geben frei.
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Entlastung Ihrer Fachabteilungen
Sparen Sie eigene Ressourcen, investieren Sie nur soweit wie unbedingt
notwendig, indem Sie uns für DQ, IQ, OQ und PQ nutzen.
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Vorschlag zur Vorgehensweise bei der CSV
Phase 1: Ihr Grundlagencheck
Durchführung eines grundlegenden Audits
Fragenkatalog gemäß GAMP 4 / ANNEX 11 / 21 CFR
Part 11
Auditprotokoll mit Schwachstellenanalyse
Phase 2: Für Ihre Validierungsorganisation
Definition der Validierungsgrundlagen
Erstellung eines CSV-Handbuch basierend auf den
Company Policies und SOPs
Erstellung eine adaptierten Lebenszyklusmodells
Erstellung fehlender Policies bzw. übergeordneter SOPs
Erstellung (Vervollständigung) MVP für die CSV
Vervollständigung der SOPs, deren Schulung und Implementierung
Phase 3: Für Ihr Projekt
Definition der Arbeitspakete gemäß SOPs
Überprüfung der vorhandenen Dokumentation
Ausarbeitung der Arbeitspakete
Erstellung der fehlenden Dokumente
Auditierung Ihrer Lieferanten
Erstellung von Testplänen und Testaufgaben
Durchführung der Testaufgaben
Auswertung der Tests
Aufbau Change Management
Validierungsabschlußberichte erstellen
Unterstützung der Verteidigungsstrategien bei behördlichen
Inspektionen
Phase 4: Für Ihre Qualitätsverbesserung
Auditierung interner Fachabteilungen auf die Einhaltung
der geltenden SOPs
Erstellung von Auditierungsberichten für die behördlichen
Inspektionen
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