Laborlösungen
Planen, Bauen, Einrichten
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich, dass die Ansprüche
an die Funktionalität eines Labors vielschichtiger und differenzierter geworden sind. Wachsende Automatisierung im Labor und das Ersetzen von Versuchen durch Modelling sind Beispiele dafür.
Kundenvorstellungen als Planungsbasis
Den vielfältigen Anforderungen an eine zeitgemässe, zukunftsfähige Laborlösung werden wir mit einer intensiven individuellen Bedarfsanalyse gerecht, ganz gleich, ob es um einen Laborneubau geht oder darum, vorhandene Substanz umzugestalten. Darauf bauen wir unsere Layoutkonzepte auf.
In den Konzepten wird einerseits die Lage des Labors im Gesamtsystem und andererseits die Funktionsoptimierung innerhalb des Laborbereichs betrachtet. Die daraus resultierenden Vorschläge berücksichtigen selbstverständlich auch Vorschriften wie Gerätenormen, lüftungstechnische Normen und Vorschriften, Gesetze zu Fragen des Umweltschutzes (z.B. TA-Luft, TA-Lärm, Bimms), Laborrichtlinien, Unfallverhütungsvorschriften und GLP- bzw. GMP-Richtlinien.
Frühzeitige Konsolidierung und Abstimmung
Da bei einem Laborneubau oder Umbau sehr viele Aspekte zu beachten sind, ist es wichtig, dass sich Nutzer, Laborplaner und Architekt frühzeitig abstimmen und gemeinsam die wesentlichen Entscheidungen treffen. Die Strukturierung zum 2-Bund oder 3-Bund, die Zuordnung der Haupt- und Nebenflächen und die Rasterung der Laboreinheiten sind essenziell für die Arbeitsabläufe und die konsequente Ausnutzung der vorhandenen Flächen.

Das Labor
Die Lage des Labors innerhalb eines Gebäudes wird durch sein Aufgabengebiet bestimmt. Kurze Wege für Mitarbeiter und Proben sowie ein schneller Zugriff auf den Prozess sind erstrebenswert. Dabei wägen wir Vor- und Nachteile einer gemeinsamen Nutzung von Laboreinrichtungen bzw. einer dezentralen Anordnung ab und optimieren die Abläufe. Generell ist bei einem modernen Labor ein hohes Mass an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefragt, ebenso
eine gewissenhafte Investitions- und Betriebskostenbetrachtung.
Die Nebenräume
Auch die Nebenflächen sollen gut strukturiert und gemäss den Anforderungen ökonomisch genutzt werden. Die Planung der
Nebenräume erfordert die gleiche Sorgfalt wie die eigentliche Laborplanung, spezielle Regularien müssen hier ebenfalls frühzeitig berücksichtigt werden. Diese Räume können z. B. für Geräte oder Vorgänge genutzt werden, die durch ihre Arbeitsweise Emissionen verursachen und deshalb separiert vom allgemeinen Laborgeschehen aufgestellt werden sollten. Exemplarisch dafür seien Geräte wie AAS oder GCs genannt. Auch das Handling von Isotopen bedarf bestimmter Vorkehrungen.
Mitunter gilt es, in separaten Räumen lichtempfindliche Arbeiten oder wärme-/kälte- empfindliche Prozesse bzw. staub- und erschütterungsgefährdete Versuche durchzuführen. Ebenso sind Lagerräume für Chemikalien sowie Gasflaschen in aller Regel erforderlich und müssen sinnvoll in die Infrastruktur eingebunden werden. Die Anforderungen an die Nebenräume können unterschiedlichster Natur sein, sind aber bei der Planung keinesfalls eine Nebensache.

Die Versorgungstechnik
Meist ist die Verwendung von Standardgebäudetechnik für Laborzwecke unzureichend. Deshalb hat die Planung der Versorgung von Haupt- und Nebenflächen mit Medien und Energien einen hohen Stellenwert. Medien und Energien sind mit der jeweiligen Nutzung abzustimmen. Danach folgt eine klar strukturierte Trassenplanung, der Verlauf von Ring- und Stichleitungen muss gut durchdacht werden.
Bei existierendem Bestand ist gegebenenfalls eine Ausweitung der Systeme zweckmässig. Auf jeden Fall muss die nahtlose Abstimmung von Medien und Energien sowie deren Verteilung innerhalb der Räume gewährleistet sein. Zusätzlich empfiehlt es sich, ausreichend grosse Flächen für die Gebäudetechnik zentral und dezentral vorzuhalten, um auch den zu erwartenden wachsenden Versorgungsanforderungen gerecht werden zu können.

Die Einrichtung und Geräte
Die Tiefe der Laborplanung kann variieren. Je nach Bedarf wird entweder eine Raumplanung, eine Einrichtungsplanung oder eine Einrichtungsplanung inklusive Equipment durchgeführt. Von der Planung der Aufteilung der Räume, Medien und Energien über die Mobiliarplanung bis hin zur Planung des Equipments oder der Messgeräte, die in oder auf den dafür vorgesehenen Möbeln Platz finden, ist jede Unterstützung durch Chemgineering möglich.
Zu unserem Erfahrungsschatz zählt eine Vielzahl unterschiedlichster Laborprojekte aus den Bereichen Analytik, Chemie, Mikrobiologie, Gentechnik, Zytostatika, Radionuklid-Technik und Biotechnologie.
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