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Sterile Formen
Sterile Darreichungsformen für die Behandlung von Krankheiten spielen in der pharmazeutischen Industrie eine herausragende Rolle. Die unterschiedlichen Formen der Arzneimittel haben Einfluss auf die Resorption im Blut - mit einer schnellen oder langsamen, starken oder schwachen Wirkung als Folge.
Zwar sind die Herstell- und Applikationskosten von sterilen flüssigen Formen gegenüber den festen Darreichungsformen, wie Tabletten oder Kapseln, deutlich höher, jedoch ist die Therapie bestimmter Krankheiten bis heute überhaupt erst mit Arzneimitteln möglich, die den Verdauungstrakt umgehen (parenterale Anwendung).
Hier gewinnen besonders die biotechnologisch hergestellten Produkte wie zum Beispiel Proteine, Hormone und Blutgerinnungsfaktoren in der pharmazeutischen Industrie zunehmend an Bedeutung. Gerade auch das grosse Potenzial der monoklonalen Antikörper wird sich die Medizin in Zukunft verstärkt zu Nutze machen. Da die komplexe Struktur dieser Schutzstoffe, die für ihre Wirksamkeit elementar ist, im Magen-Darm-Trakt leicht angegriffen oder abgebaut wird, werden die Arzneimittel intravenös verabreicht.

Penible Kontrollen erforderlich
Generell muss bei Injektionen das Freisein von fiebererzeugenden Pyrogenen im Lösungsmittel wie Wasser und dem verwendeten Material wie Vials oder Spritzen nachgewiesen werden. Bei biotechnologisch hergestellten Produkten ist beim Material der Vials und Spritzen darauf zu achten, dass keine Adsorption der Wirkstoffe an das Material erfolgt.
Parenterale Medikamente werden in folgenden Primärpackmitteln in flüssiger oder lyophilisierter Form angeboten:
. Ampullen
. Phiolen/Vials
. Karpulen
. Spritzen
. Infusionsflaschen und -beutel
Chemgineering als Consulting- und Engineering-Dienstleister ist es gelungen, sich auf dem Gebiet der Herstellung und der Abfüllung sowie deren Kontrolle einschliesslich der nachfolgenden Konfektionierung (Etikettierung und Verpackung) von sterilen Medi-kamenten, auf dem internationalen Pharmamarkt zu etablieren. Bei Beratungs- und Engineeringprojekten der regulierten Industrie sind wir in der Lage, als Generalplaner gesamte Turn-Key-Projekte, inklusive Gebäude und der notwendigen technischen Infrastruktur abzuwickeln.
Breitgefächertes Know-how zu allen Verpackungsformen
Die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit lokal und global agierenden Pharmafirmen decken dabei sowohl die Kenntnisse über die speziellen Bedürfnisse von Entwicklungsab-teilungen ab als auch diejenigen von grossen Produktionsbetrieben. Unsere detaillierten Prozesskenntnisse umfassen alle oben aufgeführten Verpackungsformen mit den dafür konzipierten Anlagen und Maschinen. So können wir gemeinsam mit dem Kunden das für sein Vorhaben beste Anlagen- und Betriebskonzept definieren und anschliessend umsetzen.
Komplette Reinraum- und Anlagenkonzepte
Chemgineering kennt die Vor- und Nachteile der mit den sterilen Formen verbundenen Reinraumkonzepte für alle Herstellungsschritte aus der Praxis - Bulk-Lösung, der Abfüllung in die jeweiligen Primärpackmittel bis hin zur Endverpackung. So kann z.B. die Abfüllung in die jeweilige Verpackungsform mit folgenden Technologien umgesetzt werden:
. lsolatortechnologie
(Raumklasse A in "C oder D Umgebung")
. "RABS"-Technologie (Restricted Access Barrier System; Raum-
klasse A in "B-Umgebung")
. konventionelle Laminarflow-Technologie (Raumklasse A in
"B-Umgebung")
Im Trend: Hochaktive Wirkstoffe
Bereits heute sind ca. 50% aller neu registrierten Wirkstoffe (NCE's) als hochwirksam ein-zustufen. Das heisst, der maximal zulässige Wert für die dauerhafte Exposition von Produktionspersonal beträgt weniger als 10µg/m3 Raumluft. Insbesondere für pharmazeutische Entwicklungsbetriebe im Bereich der sterilen Formen, die solche Wirkstoffe projektieren und handhaben müssen, stellen sich hierbei sehr kontroverse Anforderungen an die zu realisierenden Anlagen und Maschinen sowie an Infrastrukturanlagen und -einrichtungen:
. grösstmöglicher Produktschutz (hinsichtlich Sterilität,
Kreuzkontamination, etc.)
. grösstmögliche Anlagenflexibilität (Optimierung des
Herstellprozesses, kurze Umstellzeiten, etc.)
. grösstmögliche Zugänglichkeit (Optimierung des
Herstellprozesses, häufige Probenahmen, Reinigung etc.)
. grösstmöglicher Personen- und Umweltschutz
Mit Chemgineering als Partner ist der Kunde in der Lage, selbst für so heikle Fragestellungen wie die sterile Herstellung und Abfüllung von hochaktiven Wirkstoffen oder Impfstoffen, bei der sich die oben aufgeführten Anforderungen oftmals widersprechen, einerseits sichere und andererseits intelligente und kostenoptimierte Lösungen zu entwickeln und einzusetzen.
Wir greifen zu auf einen breiten Erfahrungsschatz und Wissen aus vielen durchgeführten Projekten, nicht nur auf dem Gebiet sterilen Darreichungsformen, sondern auch für nicht sterile feste Darreichungsformen und auf dem Gebiet der eigentlichen API-Bulk-Produktion. Damit kennt Chemgineering auch für den Spezialfall "Hochaktive Wirkstoffe" die spezifischen Anforderungen über den gesamten Herstellungsprozess bis hin zur Endverpackung.
Ein weiterer Trend: Spritzen für die sterilen Formen
Mengenmässig stellen heute Vials und vor allem Glasampullen immer noch die wichtigsten Primärpackmittel für die flüssigen sterilen Formen dar. Es ist jedoch zu beobachten, dass neue Wirkstoffe in dieser Darreichungsform in Zukunft nicht mehr im Packmittel Glasampulle oder Vial bei den Behörden registriert werden, sondern vermehrt gleich in der eigentlichen Applikationsform Spritze auf den Markt kommen sollen.
Die höhere Anwendungssicherheit und -freundlichkeit der Spritze gegenüber der Glasampulle/Vial beim Arzt oder die Möglichkeit der Selbstapplikation des Patienten (z.B. mit Hilfe von Autoinjector-Systemen) spielt dabei eine wesentliche Rolle. Hier stellen die vielfältigen Spritzenformen und Formate sowie die unterschiedlichsten Applikationshilfen (Safety Syringe Devices, Autoinjektorsysteme, etc.) für den Planer eine Herausforderung dar. Dabei ist die Entwicklung auf dem Gebiet der Primärpackmittel und Sekundärpackmittel "rund um die Spritze" bei weitem noch nicht abgeschlossen.
Diese Trends zu hochaktiven Wirkstoffen und zur Darreichungsform Spritze ziehen Anpassungen an den Herstellprozess nach sich, die bei der Planung und Realisierung von neuen Entwicklungs- und Produktionsbetrieben für die sterilen Formen unbedingt mit zu berücksichtigen sind. Hier kennen wir uns bestens aus - nutzen Sie die umfassende, aktuelle Expertise von Chemgineering.
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